Diokletiauns. Jahr Christus 296. Marzellinus. 279
seine Verkehrnng des Glaubens zu. Ihn hatte sicherlich der Teufel selbst,der Satan, der Feind Gottes, zum Verderben Vieler auftreten lassen.Ssiner Sprache, seinem Charakter und seiner ganzen Lebensweise nach einBarbar und von Vatur besessen und rasend, machte er sich an ein Unter-nehmen, das diesen Eigenschaften entsprechend war und wagte es, Christumselbst vorzustellen. Er gab sich, zn seinem Wahnsinn hin noch von Stolzbethört, bald für den Paraklet und den heiligen Geist selbst ans, bald er-wählte er sich, wie Christus, zwölf Jünger zn Theilnehmern seiner Neue-rung. Er sammelte falsche, gottlose Lehrsätze von vielen längst erlosche-nen Sekten, flickte sie zusammen und gosi sie gleich einem tvdtlichcn Geistevon Persien über das ganze Rom.erreich aus. Von dieser Zeit an istder gottlose Name der Manichäer noch bis jetzt überall verbreitet. Soverhält cS sich" mit der Entstehung auch dieser fälschlich sogenannten Er-kenntnis;, welche um die erwähnte Zeit entstand.
IweinndÄreißigkcs Haupt stück.
Von den zu unserer Zeit selbst ausgezeichneten Kirchenlehrern und welche von ihnennoch bis zu der Zerstörung der Kirchen gelebt.
Nachdem Felix (1) 5 Jahre laug der römischen Kirche vorgestanden,so wurde um diese Zeit Eutychianus sein Nachfolger, der aber noch keineganze 10 Monate «.2) sein Amt bekleidet harte, als er es dem Kajus, derzu unserer Zeit lebte, hinterließ. Dieser stand etwa 15 Jahre (3) demselbenvor. worauf Marcellinus sein Nachfolger wurde, der noch die Verfolgungerlebte. Zu ihrer Zeit war in Antiochien nach Domnus Timäus Bischof,dessen Nachfolger zu unsere Zeit Cyrillus wurde. Unter seiner Amtsfüh-rung haben wir den Dorotheas, einen unter seinen Zeitgenossen sehr gelehr-ten Mann, welcher des Presbyteramtes für würdig gehalten worden, ken-nen gelernt. Dieser beschäftigte sich sehr eifrig mit Erforschung der heiligen
seine Lohre zu verbreiten, und ebenso wurden auch nachher fortwährend Elcet! zu diesemZwecke ausgeschickt. Dabei blieb die Partei in einem sehr engen Verein, an dessen Spitzeein Einziger stand, welchem zunächst 12 Magistri, dann die 72 Bischöfe der Gemeindenuntergeordnet waren. Durch die Geschichtsform, in welcher Mani so vieles Unbegreiflichebegreiflich zu machen suchte, und durch die Weese seiner Anhänger wurden Viele angelockt;und die Manichäer breiteten sich schon bald nach dem Tode ihres Stifters nach -Vliicaproconsuiaeis und von da bald weiter im römischen Reiche aus, obgleich sie hier nicht nurvon den Katholiken heftig bestritten, sondern als eine aus dem feindlichen Pcrsien stammendeSekte auch von den heidnischen Kaisern mit besonders blutigen Gesetzen verfolgt wurden.
(1) Felix, der am Lösten Dccbr. des I. 269 das Bisthum bekommen hatte, besaßdasselbe 5 Jahre, weniger 6 Tage, und starb am 22sten Dcc. des I. 274, woraus derStuhl 13 Tage lang ledig stand.
t2) Der Jrrthum, welcher hier obwaltet, ist schon oben angemerkt worden. Eusebiushat nämlich dem Eutochianus die Jahre entzogen, die er dem Xystus zu viel beigelegt.Nach Pagi starb Eutuchianus am 7ten Dcc. des I. 283 und hatte also den Stuhl 3 I.II Monate und 3 Tage besegen
(3) Kajus, der am löten Dec. des Jahrs 283 das Bisthum antrat und bis zumListen April des I. 296 verwaltete, hat seine Würde 12 Jahre 4 Monate und 7 Lage be-kleidet. Pagi.