Severus. Jahr Christus 202. Aephyrinus. 19Z„ihrer gesetz- und gottlosen Lehren gebraucht und sich dadurch in den tiefsten„Abgrund des Verderbens gestürzt." So weit die Erzählung hievon.
Ende des fünften Buches.
Sechstes Buch.
Erstes Hauptltiick.
Bon der Verfolgung unter Eeocrus.
Da auch Severus eine Verfolgung gegen die Kirchen erregte, so wur-den von den Kämpfern für den Glanben in allen Gemeinden aller Ortenherrliche Mä rlyrerthümcr abgelegt; hauptsächlich zahlreich waren aber diesezu Alexandrien, wohin als auf den größten Kampfplatz Gottes die auser-lesensten Kämpfer aus ganz Aegypten und Thebais (1) geschickt wurden undwo dieselben durch die standhafteste Ausdauer in mancherlei Martern undTodcsarten von Gott sich die Kronen erwarben, hinter diesen befand sichauch Leonides, der Vater des Origenes. Dieser wurde enthauptet undhinterließ seinen Sohn in noch großer Jugend. Welche Liebe zur göttlichenLehre der Letztere gleich von dieser Zeit an gehabt hat, dies; hier anzuführendürfte um so mehr am Platze seyn, als er überall des ausgebreitetsteuRufes genoß.
Iweites Hanptstück.
Von der Unterweisung des Origenes in seiner Jugend.
Wer nun das Leben d'eses Mannes bei gchörigerMnße beschreiben wollte,der würde einen reichen Stoff vor sich haben und die Darstellung desselbendürfte wohl eine eigene Schrift erfordern. Wir indeß wollen hier dasMeiste in die Kürze zusammenziehen und nur etwas Weniges von ihm mitwenigen Worten berichten, was uns aus einigen Briefen und aus denNachrichten seiner noch jetzt lebenden Schüler bekannt geworden ist. DieSchicksale des Origenes scheinen mir schon von der Wiege an, um mich soauszudrücken, merkwürdig. Es war das zehnte Jahr der Regierung desSeverus und Cätus, Statthalter von Alexandrien und dem übrigen Aegyp-ten, Demetrius aber hatte so eben erst nach Jnlianus das Bisthum überdie dasigen Gemeinden überkommen, als mit heftiger Wnth die Flammeder Verfolgung aufloderte und Tonssnde die Märtvrerkrone sich erwarben.
<t) Der südlichste Theil von Aegypten.
Eusebius Kirchcngeschichte. jZ