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Kirchengeschichte
Entstehung
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285
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Divkletianus. Jahr Christus 302305 (30ss). Marcellinus. 285sitze. Nicht minder ausgezeichnet war die Tugend, die er im Leben bewies.Als einen solchen Mann habe ich ihn während ganzer 7 Jahre, als er zurZeit der Verfolgung in den Gegenden Palästinas herumirrte, kennen ge-lernt. Bei der Gemeinde zu Jerusalem übernahm er nach dem kurz vorhererwähnten Bischof Hymenäus Zambdas das Bisthnm, und als dieser nichtlange darauf entschlief, bestieg Hermon, der letzte Bischof vor der Verfol-gung, (1) zu unserer Zeit, den noch bis jetzt daselbst aufbewahrten aposto-lischen Stuhl. Nachdem zu Alexandrien Maximus 18 Jahre lang nachdem Tode des Dionysius das Bislhum verwaltet hatte, so wurde Theonassein Nachfolger. Zu seiner Zeit hatte zu Alexandrien Achillas einen Namen,der neben Pierius mit der Presbyterwürde bekleidet und dem die Leitungder theologischen Schule anvertraut worden war. Dieser zeigte in seinenHandlungen so herrliche Früchte der Philosophie und einen so echtenCharakter christlichen Wandels, als irgend ein Anderer. Nachdem Theo-nas 19 Jahre lang sein Amt verwaltet hatte, so wurde Petrus sein Nach,fvlger im Bisthum von Alexandrien. Auch dieser verwaltete mit dergrößten Auszeichnung dasselbe 12 Jahre lang, von welchen er nicht volledrei vor der Verfolgung der Gemeinde vorstand. Die übrige Zeit seinesLebens aber widmete er sich strengern Hebungen, sorgte aber dennoch fürden gemeinen Nutzen der Gemeinden ans eine einleuchtende Art. Deß-halb wurde er im neunten Jahre der Verfolgung enthauptet und mitder Märtyrerkrone geschmückt.

Hier schließen wir die Geschichte der Bischofsreihen, welche von derGeburt unseres Erlösers bis auf die Zerstörung der Kirchen 305 Jahreumfaßt. Nun wollen wir ferner die Kämpfe derer, welche zu unsererZeit für die Religion muthig gestritten haben, ihrer Art und Zahl nachdurch unsere Geschichte zur Kenntniß der Nachwelt bringen.

Ende des siebenten Buches.

Achtes Buch.

Vorrede.

Nachdem wir die Geschichte der Nachfolger der Apostel in sieben Bü-chern erzählt haben, so halten wir es für nöthig, in diesem achten die Bege-benheiten unserer Zeit, welche eine genauere Darstellung erhesschen, zurKenntniß der Nachwelt zu bringen. Unsere Erzählung wird also gleichdamit beginnen.

<1) Man sehe oben Hauptst. 19.