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Kirchengeschichte
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227
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Philippus. Decius. I. Chr. 2st7 261. Fabianus.'' 227

als sie aufgekommen war. Origenes gedenkt derselben in seiner überden L2sten Psalmen gehaltenen öffentlichen Rede. Seine Worte sindfolgende: »Es ist jetzt Jemand gekommen, welcher groß damit thnt,daß er die gottlose und verruchte Meinung der Helkesaiten, welche erstneulich in den Gemeinden aufgekommen ist, verthcidigen könne. Wieviel Böses diese Sekte behaupte, will ich euch vor Augen legen, aufdaß ihr euch nicht weit hinreißen lasset. Einige Stücke von der ganzenheiligen Schrift verwirft sie, andere Stellen dagegen, sowohl ans demalten als neuen Testament, nimmt sie an. Den Apostel Paulus aberverwirft sie gänzlich. Sie behaupten, das Verleugnen des Glaubenshabe nichts ans sich. Wer klug sey, werde zur Zeit der Bedränguißmit dem Muude verleugueu, mit dem Herze» aber nicht. Auch besitzensie ein Buch, das uach ihrer Behauptung vom Himmel gefallen ist.Wer auf dasselbe höre und ihm glaube, der werde Vergebung derSünden empfangen und zwar eine andere, als diejenige, welche Christusertheilt habe." So weit hievon.

A e u n u n d d r e i ß ig st t- s H a uptst ü ck.

Von der Verfolgung unter Decius und was Origenes gelitten.

Nachdem Philippus sieben Jahre regiert hatte, so folgte ihm Deciusauf dem Throne nach. Dieser erregte aus Haß gegen seinen Vorgänger (1)eine Verfolgung wider die Gemeinden, in welchen Fabianus zu Rom

^ Kornelius, 20stcr Bischof zu Rom.chim, Apostel», benannt worden), die Zeit, wann er gelebt und die Zeit, wann die Parteiaufgekommen, ist alles in Verwirrung. Epiphanias redet von Elksai an drei Orten, näm-lich in der löten, 30stcn und 53sten Ketzerei. Am erster» Ort sagt er, Elksai habe zuden Zeiten des Trajanus gelebt, sc» ein Jude von Geburt gewesen und habe ein Gemischder heidnischen, jüdischen und christlichen Religion gemacht. Er habe behauptet, Christussey ein ausgedehntes Wesen von 96 Meilen in die Länge und 24 in die Breite. Der hei-lige Geist sey eben so groß, aber weiblicher Natur und dabei unsichtbar. Auch führt Epi-phanias an diesem Ort das gewöhnliche hebräische iVcbct des Elksai an. Am dritten Ortesagt er, daß die Elkesäcr auch Samphäer genannt worden und sich in Perää aufgehaltenhätten. Sie wären dem größten Theil ihrer Religion nach Juden und hätten ein Buch,das sie für göttlich ausgäben; sonst verwürfen sie die Propheten und die Apostel, hieltenChristum für ein Geschöpf und bedienten sich der Taufe. Jrcnäus und Philastrius habengar nichts von dieser Sekte und diese Nachricht des Origenes, die wir vor uns haben,scheint, was die Zeit betrifft, der Nachricht des Epiphanius ganz zu widersprechen. Alleinthcils konnte'sich Epiphanius, der oft irrt, auch hier irren, daß er die Partei zu frühaufstehen läßt, thcils, und dieß ist noch wahrscheinlicher, konnte diese Partei, die vcrmuth-lich immer sehr klein gewesen, dem Origenes damals erst bekannt geworden scyn. Stroth.

(t) Wohl weniger dcßwcgcn, als weil er, in Verfolgung seines allgemeinen Planes,die Reinheit der römischen Sitten wieder herzustellen, das Reich von dem zu räumenwünschte, was er als neuen und strafbaren Aberglauben verdammte. Daher sollte dasChristcnthum völlig unterdrückt werden. Noch ist zu bemerken, daß die Christenverfolgungunter Decius wirklich die erste allgemeine war. Denn von den frühern sagt schonOrigenes scvnw. Ovis. III., p. >16), es scyen zu Zeiten nur wenige, so daß man siewohl zählen könne, für die christliche Religion gestorben Decius aber befahl nach Gregorvon Nyssa allen Statthalter» und Obrigkeiten, die Christen durch schreckliche Drohungenund jede Art von Martern zu nöthigen, zum Götzendienst überzugehen; zugleich setzte erharte Strafen für die in Befolgung dieses Befehls Nachläßigcn fest.

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