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Kirchengeschichte
Entstehung
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228
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2Ä8 Devins. Jahr Christus 251. Kornelius,den Märtyrertvd starb, worauf Kornelius das Bisthnm überkam. InPalästina mußte sich Alexander, der Bisckiof der Gemeinde zu Jerusalem,um Christi willen wiederum vor dem Richterstuhl des Statthalters zuCasaren stellen, legte aber vor demselben zum zweitenmale ein glänzendesBekenntnis? ab und wurde sodann, ein hochbetagter Greis, dessen Scheitelehrwürdige graue Haare umkränzten, in das Gefängnis? geworfen. Nach-dem er nach seinem herrlichen und glänzenden Glanbensbekenntnis? vordein Statthalter in dem Kerker entschlafen war, so wurde Mazabaneszn seinem Nackfolger an dem Bisthnm zu Jerusalem erwählt. Ansgleiche Weise, wie Alexander, starb zn Antiochien, nachdem er das Be-kenntnis? abgelegt hatte. Babylas im Gefängnis?, worauf Fabius Bischofder dortigen Gemeinde wurde. Was und wie viel aber Origenes indieser Verfolgung erlitten und was für einen Ausgang es damit genom-men , da der bisse Geist wetteifernd seine gesammte Macht wider ihnführte, mit aller List und Gewalt gegen ihn zn Felde zog und wie ermehr, denn ans alle Andere, die damals von ihm bekämpft wurden,auf Origenes sich stürzte, welche und wie viele Bande und körperlicheQualen dieser Mann um der Lehre Christi willen erduldet, wie er diePein des .Halseisens im innersten Winkel des Gefängnisses ertragen, wieer viele Tage lang in dem Folterblock bis zum vierten Loch seine Füßeausgespannt hatte, wie er den Drohungen mit dem Feuertods und nochmanchem andern von den Feinden gegen ihn Angewandten mnthig wider-standen und wie es endlich mit ihm abgelaufen, da der Richter sichalle Mühe gab, ihn nicht tödten zn lassen, und welche lehrreiche Schriftenfür Trostbedürftige er noch später hinterlassen, das findet man in sehrvielen Briefen des Origenes mit eben so viel Wahrhaftigkeit, als Ge-nauigkeit berichtet. (1)

V i e r 5 i g i g st e s H a u p t st ü ck.

Von dem, was sich mit Dionysius zugetragen.

Das jedoch, was sich mit Dionysius zugetragen, will ich aus desseneigenem Brief an Germanus (2) hieher setzen, worin er von sich selbstFolgendes erzählt: »Ich rede vor Gott und dieser weiß, daß ich dieWahrheit sage; ich bin niemals von selbst und ohne einen Wink von»Gott geflohen. Schon früher, als das Versvlgnngsedikt unter Dccins«bekannt gemacht wurde und SabinnS sogleich in derselben Stunde einen«Frumentarius(Z) anssandte, nur mich aufzusuchen, bin ich doch vier

(1) Was Epiphanius erzählt, daß OrigcncS den heidnischen Götzen wirklich geopferthabe, in eine von seinen Feinden crsonnenc Verleumdung, die sich schon durch die vonEpiphanius angeführte» historischen Widersprüche widerlegt.

(2? Dieser Gcrmanus war ein Bischof, welcher nachtheilige Gerüchte von Dionysiusverbratet hatte. Siehe unten 7, lt. m

(3) Frumentarii hießen die bei jeder Legion befindlichen Soldaten, welche den Zorratydes Getreides und bei dieser Gelegenheit auch andere Dinge auskundschaften mußten. Auchwurden sie aebraucht, die Schuldigen aufzusuchen.