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3 (1925) Die merowingische und karolingische Zeit : 1. Teil: Siedelungsgeschichte
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Ein Überblick über die Besiedelung dieser Mittelgebirge lehrtuns also, daß die historischen Ereignisse einen geradezu bestimmendenEinfluß auf die Richtung und Dichte der menschlichen Niederlassungendaselbst ausgeübt haben. Der Vorstoß des Hirtenvolks der Alamannenim 111. Jalirh. aus nordöstlicher in südwestlicher Richtung hat zur frühenBesiedelung des östlichen und südlichen Schwarzwalds bis in erstaun-liche Höhen geführt, wie der Einbruch der Ripuarier und Franken imV./Vl. Jalirh. die nördliche und westliche Eifel gelegentlich bis in dasInnere kolonisierte, hier allerdings in Anknüpfung an starke gallisch-römische Bevölkerungsiiberreste, dort in einer vollständigen Einöde. DieOsthänge der Vogesen mit ihren tiefeinschneidenden, sonnigen Seiten-tälchen, in denen überall Romanen sitzen geblieben waren, fanden imV. Jalirh. durch die Alamannen, die allmählich immer mehr zum Ackerbauübergingen, verhältnismäßig geringe Vorliebe, da ihnen in den Ebenengenug freies Land zur Verfügung stand. Der Anbau des inneren Odenwalds,Taunus und Westerwalds wurde erst in karolingischer Zeit in Angriffgenommen, als neue Etappenlinien mitten durch sie geführt wurden unddie Klöster ihre Segensarbeit begannen. Die —feld- und —rod-Namenbegegnen daher in diesen Gebirgen seit dem VIII. IX. Jalirh. (vgl.S. 107 f.), doch setzten die allgemeineren Rodungen im Innern erst mitdem XI. Jalirh, ein.

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Abb. 89. Bingerbrück und die Ausläufer des Hunsrücks.