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Walennamen seltener sind, so erklärt sich dies daraus, daß liier ja über-all Walen sassen, also nur in einer im übrigen deutschen Umgebung dieHervorhebung des Walentums angebracht war. Tatsächlich sind auchWaldorf (Walahdorp) an der Ville, am Vinxtbach, im Kreise Schleidenund an der Nette, wie Walhausen und Wahlenau (Kr. Zell) und Wellen(Waleheini) an der Mosel, die zum Teil wenigstens mit dem Walen-namen Zusammenhängen mögen, fast nur von Ortschaften deutschenNamens umgeben. Walhausen im Birkenfeld’schen liegt wohl nichtzufällig bei uralten Kupfer- und Bleierzgruben (Birkenfelder Heimat-blätter 1923, Nr. 2; Baldes, Gesch. Heimatkunde der Birkenfelder Land-schaft 1923, S. 432 f.; 1332 allerdings Waldenhausen, in der Nähe die„Halmhauser Mauer“). Zahlreicher sind die Walen-Orte schon in Rhein-hessen, wo die romanische Bevölkerung gegenüber der deutschen nurschwach war, Wahlheim - Heidenfahrt - Heidesheim, Hangen - Wahlheim -Alsheim, Wahlheim - Hahnheim, Wahlheim - Freimersheim, wohl auchWallertheim am Wißberg, die alle ursprünglich keine eigenen Ge-markungen hatten, sondern bei den mitgenannten Orten eingemarktwaren und für diese den Weinbau besorgten.
Linksrheinische Walen-Orte bei Wein gebieten:
(Vgl. Mainzer Zeitschr. XV/XVI, S. 6.)
W a 1 (e) s h e i m (1145) = Heidenfahrt bei Heidesheim.
Wallertheim am Wißberg?, 1250 Walertheim, 1305 Waldirtheym, 1312 Waldert-lieym, 1335 Walderthem, vgl. aber Wallersheim bei Primi, 721 Walemareslieim(Kübel, Die Franken, S. 65).
W a li 1 h e i m e r Hof (1227 Waleheim) bei Hahnheim.
Wahlheim (778 Walaheim oder Haugemvahlheim?) bei Alzey.
H a n g e n - W a h 1 h e i m (Walaheim) südlich Oppenheim bei Alsheim, 1497 Wallheim.W a 1 s h e i m (Walahesheim) nördlich Landau.
(Villa Walastede 1065 = Walstedter Schlüssel oberhalb Klingenmiinster, MehlisStudien III, S. 55, Korrbl. d. Ges. Ver. 1900, S. 13 u. s.)
(W a a 1 e n bei Kckweiler Thein Weinll, Gemarkung Pferdsfeld bei Kreuznach [Kreuzn.Heimatbl. III, 1923, Nr. 1. F. Kilian 1, Wüstung, vgl. W a 11 h a u s e n am Gräfenbach,wo noch Wein wächst.)
Wenn wir auch die Haupterörterung über die Ortsnamen für das4., Kapitel aufsparen, so müssen wir hier doch etwas näher auf dieWalen- und -weiler-Orte eingehen.
Wie die Franzosen nach den ihnen benachbarten Alamannen dieGesamtdeutschen Allemands genannt haben, so bezeiclmeten die Ger-manen ihre westlichen und südwestlichen Nachbarn nach den gallischenVolcae, mit denen sie zuerst in Berührung kamen (I, S. 121), als Walli e(vgl. Wallons, Wales, Welsche aus Walahisc). Dennoch müssen wir fürdie Frage des Zurückbleibens der romanischen Bevölkerung gegenüberden Wala-Orten der frühmittelalterlichen Urkunden einige Vorsicht üben,da auch der Eigenname Walacho und Ansiedelung von Wallonen undFremden überhaupt in karolingischer Zeit in Betracht kommt. Deshalbmüssen zu den Wala-Namen noch innere Wahrscheinlichkeitsgriinde