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letzterem mit ripa = Rheinufer (im Gegensatz zum Meeresufer sal amZuidersee) schwerlich etwas zu tun, sondern gebühre einem unbekanntenrechtsrheinischen Stamme (Name wie der der Ampsivarii, Chasuarii ge-bildet), dessen Kern die Brukterer waren und der um 460 in Kölnein Königreich gründete. Kaum mit Recht. Die verwandten Usipier, Tenk-terer, Tubanten und Tuihanten schlossen sich dem Bunde zwar an, warenaber gegenüber dem Frankenbund der Salier zunächst selbständig. Dererste Teil der lex Ribuaria (etwa 500) zeigt dementsprechend noch keineBeziehung zur lex Salica, wohl aber der zweite Teil aus der zweitenHälfte des VI. Jahrh.; im ersten stehen Francus und Ribuarius im Gegen-satz. Der Ribuarierverband dehnte sich allmählich beiderseits des Rheinsund rheinaufwärts aus und kam dadurch mit den Alamannen in Gegensatz,wobei gegen Ende des V. Jahrh. ihr König Sigibert (bei Zülpich?) ver-wundet wurde. Im Jahre 507 ging nach Ermordung der heimischenFührer das ribuarische Königtum an den Franken Chlodwig über.
Inzwischen hatten sich die salischen Franken längs der Meeresküstean Schelde, Senne und Dyle und in Nordgallien weiter nach Westen aus-gebreitet, besonders nach dem Tode des Aetius (454), dem sie mit den West-goten auf den Katalaunischen Feldern zum Sieg gegen Attila verhalfen.Die Etappen ihres raschen Vordringens sind durch die Königssitze Toxan-dria bzw. Disparagum, Tournai, Cambrai, Soissons, Paris bezeichnet. IhrHeerkönig Chlodwig (481—511) siegte 486 über den römischen StatthalterSyagrius bei Soissons, 496 über die Alamannen am Oberrhein (nicht beiZülpich!), 507 über die Westgoten bei Poitiers und war damit nicht nurAlleinherrscher sämtlicher Franken, sondern auch Gebieter über dengrößten Teil Galliens und die Rheinlande geworden. Straffe Wehrhaftig-keit und politische Zentralisation wie der Übertritt zum katholischenChristentum sicherten ihm und seinen Nachfolgern gegenüber Germanenund Romanen das Übergewicht (Geschlecht der Merowinger).
Nach Chlodwigs Tod fand eine (nicht streng territoriale) Teilung desFrankenreichs unter seine vier Söhne statt, die in Metz, Orleans, Parisund Soissons residierten. Sie eroberten 530—534 noch das Burgunden-land und das I^eich der Thüringer, dessen nördlichen Teil die verbündetenSachsen bekamen; der Teil am Main erhielt den Namen Franken. Nachder kurzen Wiedervereinigung des Reiches unter Chlotar I. (558—561)fand 561 eine zweite Teilung statt (Austrasien, Neustrien, Burgund), 613eine zweite Wiedervereinigung unter Chlotar II., Chlodwigs Urenkel, und6 22 eine dritte Teilung: Austrasien (wesentlich germanisch) und Neustrien(romanisch) mit Burgund. Innere Greuel und Schwäche nach außenließen den alten Ruhm fast verblassen, bis 687 Pipin von Henstal, ausdeutschem Geschlechte, major domus (Hausmeier) von Austrasien, alsdux et princeps Francorum die Gesamtleitung des Reiches wiederenergisch in die Hand nahm, ebenso auch sein Sohn Karl Marteil (714 bis741), bis dessen Sohn Pipin der Kleine zum Könige der Franken ausgerufen