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Kirchengeschichte
Entstehung
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324
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tiVsi Konstantiuns u. Licinius. Jahr Christus 312. Melchiados.heraus vor die Thore (1) und bestätigte die Wahrheit jener in der altenZeit gegen die Gottlosen verrichteten, in der heiligen Schrift aufgezeichneten,von sehr Vielen als Fabeln verworfenen, von den Gläubigen aber geglaub-ten Wunder durch die That selbst bei Allen ohne Unterschied, Gläubigenund Ungläubigen, welche das Wunder mit ihren eigenen Augen sahen.Denn gleichwie zu den Zeiten Mösts und der ehemaligen gottseligen hebräi-cheiff Nation Gott die Wagen Pharao's und seine Macht in das Meergestürzt! 2)chud die drei Mann hoch auf denselben stehenden erlesenen Streiterim rolhsn Meere ertränkt und mit den Finthen bedroht hatte, also versankenMaventius und die Krieger und Leibwächter um ihn in die Tiefe, wie einStein, als er vor der Macht Gottes, die bei Äonstantinus war, denRücken wandte und über den vor ihm befindlichen Fluß setzen wollte, überwelchen er selbst eine Schiffbrücke, ein Mittel zu seinem Verderben, ge-schlagen hatte. Von ihm hätte man mit Recht sagen können:Er hat>,eine Grube gegraben und bereitet und er wird selbst in die Grube fallen,welche er gemacht hat. Sein Unglück wird auf sein eigenes Haupt kom-men und auf seinen Scheitel wird seine Bosheit zurückfallen." (3) Denndie Schiffbrücke über den Fluß zerriß, der Uebergang stürzte zusammen unddie Schiffe versanken plötzlich sammt den Menschen in der Tiefe und zwarder Erzgottlose zuerst, sodann auch seine Leibwächter, die er bei sich hatte,nach der Weissagung der heiligen Schrift:Sie sind versunken, wie Bleiim großen Wasser.") Diejenigen, welche von Gott den Sieg erhaltenhatten, konnten demnach mit Recht, nicht nur mit Worten, sondern inder That selbst das singen und sagen, was einst diejenigen, welche dergroße Diener Gottes, Moses, führte, gegen den ehemaligen gottlosen Ty-rannen gesungen hatten:Lasset uns dem Herrn singen, denn er hat sichglorreich verherrlicht. Roß und Reiter hat er in das Meer gestürzt. DerHerr ist mir ein Helfer und Beschützer gewesen zu meiner Rettung" undferner:Wer ist dir gleich unter den Göttern, Herr? Wer ist dir gleich?Du bist verherrlicht durch die Heiligen, bewunderungswürdig durch deineHerrlichkeit, du Wunderthäter." (5) Dieß und was demselben verwandtund ähnlich ist, sang KonstantinnS dem allwaltenden Gott, der ihm denSieg verliehen, durch die That selbst und zog trinmphirend in Rom ein.Hier empfingen ihn Alle zusammen, die vom Senat, die übrigen Vornehm-sten und das ganze römische Volk sammt Weibern und Kindern mit freude-

(1) Nach Aurel. Victor rückte Maxcntius bis Saxa rubra, neun römische Meilen vonder Stadt entfernt.

(2) 2 B. Mos 15 , 4. 5.

(Z) Psalm 7, 15.. Diese Schriftstcllc führt Eusebius an, weil, wie aus seinemLeben Konstantins 1, 38. deutlicher erhellt, er glaubte, Maxcntius habe diese Brücke, beiwelcher man die eisernen Riegel oder Bänder wegnehmen konnte, und von welcher auchAurel. Vitt. C. 4V. und Zosim. II. 15, S. 7. sprechen, bauen lassen, um die PersonKonstantins zu verderben; allein es geschah mehr, um einem Theile des konstantinischenHeeres, falls er unvorsichtig andränge, dieses Schicksal zu bereiten, und den andern auf-zuhalten.

(4) 2 B. Mos. 15, 10.

<51 2 B. Mos. 15, 1. 2. 11.