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Kirchengeschichte
Entstehung
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269
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Gallieuns. Jahr Christus 263. Xystus II. (Dionysius). 2«'.»Petrus und Paulus antrifft. Es kommt auch noch ein anderer Johannes,mit dem Beinamen Markus, in der Apostelgeschichte vor, welchen Bar-nabas und Paulus als Begleiter mit sich nahmen und von dem es heißt:Sie hatten auch den Johannes zum Dienerest) Ob dieser Johannes dieOffenbarung verfaßt hat, kann ich nicht wohl sagen, denn es wird nichtgemeldet, daß er mit ihnen nach Asien gekommen, sondern es heißt:DaPaulus und sein Begleiter von Paphos wegfuhren, kamen sie nach Pergein Pamphylien. (2) Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrtenach Jerusalem zurück." (3) Ich glaube vielmehr, daß ein Anderer ge-wesen ist, nämlich einer von denen, die in Asien waren. Denn es sollensich in Ephesus zwei Grabwähler befunden haben, und jedes derselben sollGrabmal des Johannes genannt worden seyn. Auch aus den Gedanken,den Ausdrücken und deren Verbindung kann man sehr wahrscheinlich ab-nehmen , daß dieser ein Anderer gewesen als jener. Denn das Evangeliumund der Brief stimmen mit einander überein und fangen auf gleiche Weise an,jenes:Im Anfang war das Wort," dieser:Was von Anfang an war."In jenem heißt es:Und das Wort wurde Fleisch und wohnete unter unsund wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit als des eiuge-borncn Sohnes vom Vater," (ä) dieser sagt eben dasselbe mit einer nurunbedeutenden Veränderung:Was wir gehört, was wir mit unfernAugen gesehen, was wir geschaut und unsere Hände betastet haben, vondem Worte des Lebens, und das Leben ist erschienen." (S) Dieses schickter nämlich voran, weil er, wie er in der Folge zeigt, gegen solche streitet,welche behaupteten, Christus sey nicht im Fleische erschienen. Deßwcgensetzt er auch noch mit Bedacht hinzu:Und was wir gesehen haben, be-zeugen wir und verkündigen euch das ewige Leben, welches war bei demVater und uns erschienen ist. Was wir gesehen und gehöret haben, dasverkündigen wir euch." Johannes bleibt sich selbst treu und weicht nichtvon seinem Vorsätze ab, sondern trägt alles in einerlei Perioden und miteinerlei Wörtern vor. Wir wollen deren einige in der Kürze bemerken.Wer ihn mit Aufmerksamkeit liest, wird in beiden Schriften häufig dieWörter Leben, Licht, Vermeidung der Fiusteruiß, häufig dieWörter Wahrheit, Gnade, Freude, Fleisch und Blut deSHerrn, Gericht, Vergebung der Sünde, Liebe Gottesgegen uns, dasGebot unsererLiebe gegen einander, in?gleichen, daß man alle Gebote halten solle, so wie Ueber-windung der Welt, des Teufels, des Anrichrists, Ver-heißung de6 heiligen G eiste6, Kindsch aft Go ttes, den unsdurchgängig abgeforderten Glanben und allenthalben denVater und Sohn finden. Und kurz, wenn man durchgängig auf das

(t) Apostelg. 13, 5.

(2) Eine Landschaft im Südwesten Klrinasiens.

<3) Apostclg. t3, 13.

(4) Ev. Joh. 1, 14.

(5) 1 Joh. 1, 1. 2..