Gallieuns. Jahr Christus 263. Xystus II. (Dionysius). 2«'.»„Petrus und Paulus antrifft. Es kommt auch noch ein anderer Johannes,„mit dem Beinamen Markus, in der Apostelgeschichte vor, welchen Bar-nabas und Paulus als Begleiter mit sich nahmen und von dem es heißt:„Sie hatten auch den Johannes zum Dienerest) Ob dieser Johannes die„Offenbarung verfaßt hat, kann ich nicht wohl sagen, denn es wird nicht„gemeldet, daß er mit ihnen nach Asien gekommen, sondern es heißt: „Da„Paulus und sein Begleiter von Paphos wegfuhren, kamen sie nach Perge„in Pamphylien. (2) Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrte„nach Jerusalem zurück." (3) Ich glaube vielmehr, daß cö ein Anderer ge-„wesen ist, nämlich einer von denen, die in Asien waren. Denn es sollen„sich in Ephesus zwei Grabwähler befunden haben, und jedes derselben soll„Grabmal des Johannes genannt worden seyn. Auch aus den Gedanken,„den Ausdrücken und deren Verbindung kann man sehr wahrscheinlich ab-nehmen , daß dieser ein Anderer gewesen als jener. Denn das Evangelium„und der Brief stimmen mit einander überein und fangen auf gleiche Weise an,„jenes: „Im Anfang war das Wort," dieser: „Was von Anfang an war."„In jenem heißt es: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnete unter uns„und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit als des eiuge-„borncn Sohnes vom Vater," (ä) dieser sagt eben dasselbe mit einer nur„unbedeutenden Veränderung: „Was wir gehört, was wir mit unfern„Augen gesehen, was wir geschaut und unsere Hände betastet haben, von„dem Worte des Lebens, und das Leben ist erschienen." (S) Dieses schickt„er nämlich voran, weil er, wie er in der Folge zeigt, gegen solche streitet,„welche behaupteten, Christus sey nicht im Fleische erschienen. Deßwcgen„setzt er auch noch mit Bedacht hinzu: „Und was wir gesehen haben, be-zeugen wir und verkündigen euch das ewige Leben, welches war bei dem„Vater und uns erschienen ist. Was wir gesehen und gehöret haben, das„verkündigen wir euch." Johannes bleibt sich selbst treu und weicht nicht„von seinem Vorsätze ab, sondern trägt alles in einerlei Perioden und mit„einerlei Wörtern vor. Wir wollen deren einige in der Kürze bemerken.„Wer ihn mit Aufmerksamkeit liest, wird in beiden Schriften häufig die„Wörter Leben, Licht, Vermeidung der Fiusteruiß, häufig die„Wörter Wahrheit, Gnade, Freude, Fleisch und Blut deS„Herrn, Gericht, Vergebung der Sünde, Liebe Gottes„gegen uns, dasGebot unsererLiebe gegen einander, in?„gleichen, daß man alle Gebote halten solle, so wie Ueber-„windung der Welt, des Teufels, des Anrichrists, Ver-„heißung de6 heiligen G eiste6, Kindsch aft Go ttes, den uns„durchgängig abgeforderten Glanben und allenthalben den„Vater und Sohn finden. Und kurz, wenn man durchgängig auf das
(t) Apostelg. 13, 5.
(2) Eine Landschaft im Südwesten Klrinasiens.
<3) Apostclg. t3, 13.
(4) Ev. Joh. 1, 14.
(5) 1 Joh. 1, 1. 2..