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Kirchengeschichte
Entstehung
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267
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Gallienus. Jahr Christus 263. Xystus II. (Dionysius). 267habe seiner Ausgeburt einen gewichtigen Namen vorsetzen wollen. Denndieß sey der Grundsatz seines Systems gewesen, das Reich Christi werdeein irdisches seyn, und er habe geträumt, dasselbe werde in solchen Ge-nüssen bestehen, wonach er selbst als ein ganz sinnlicher, fleischlich ge-sinnter Mensch begehrte, nämlich in Befriedigung des Bauches und derthierischen Triebe, das heißt in Essen, Trinken, Hochzeitfrenden und inFesten, Opfern und Opfermahlzsiten, durch welche Ausdrucke er jenes zubeschönigen glaubte. Ich für meine Person möchte es mir nun wohl nichtgetrauen, das Buch ganz zu verwerfen, weil es viele Bruder hochschätzen,sondern die Ansicht, welche ich davon gefaßt, ist vielmehr diese, daß esüber meinen Verstand reicht, und daß es einen verborgenen, ganz wun-derbaren Sinn aller darin vorkommender Dinge enthalte. Denn wennich es auch nicht verstehe, so vermuthe ich doch wenigstens, daß ein tiefererSinn in den Worten liege. Ich messe und beurtheile dieß nicht nachmeiner eigenen Urtheilskraft, sondern ich räume hier dem Glauben mehrein und halte dafür, daß es zu hoch ist, als daß es von mir begriffenwerden könnte. Und ich verwerfe das nicht, was ich nicht habe verstehenkönnen, sondern ich bewundere es desto mehr, je unverständlicher es mirist." Nachdem Dionysius sodann das ganze Buch geprüft und gezeigthat, es sey unmöglich, dasselbe nach dem geraden Wortsinn zu verstehen,fährt er also fort:Nachdem der Prophet seine ganze sogenannte Weissa-gung vollendet, preist er sowohl diejenigen, welche sie bewahren würden,als auch vvrnämlich sich selbst selig.(i) Selig ist, sagt er, der da bewahrtdie Worte der Weissagung in diesem Buch, und ich Johannes, der solchesgesehen und gehört habe. Daß nun der Verfasser des Buches Johannesheiße und daß dasselbe einem Johannes angehöre, will ich nicht streiten.Denn ich gebe zu, daß es das Werk eines heiligen, gottbegeisterten Mannesist. Aber das möchte ich nicht leicht einräumen, daß dieser Johannes derApostel ist, der Sohn deö Zebedäus, der Bruder des Jakobns, welchendas Evangelium, das den Titel Evangelium Johannis führt, und derkatholische Brief zum Verfasser hat. Denn ich schließe es ans der ganzenManier und Einkleidung, die in jenem und diesen beiden Schriften herrscht,so wie ans ihrer ganzen Ausführung, daß ihr Verfasser nicht einer undderselbe ist. Denn der Evangelist setzt nirgends seinen Namen bei, nochkündigt er sich selbst an, weder im Evangelium, noch in dem Briefe." Undetwas weiterhin sagt Dionysius ferner:Johannes aber nennt sich nirgendsals Verfasser, weder unmittelbar von sich selbst noch als von einem Andernredend. Der Verfasser der Offenbarung hingegen setzt gleich zu Anfangseinen Namen hin:Offenbarung Jesu Christi, die ihm (Gott) gegebenhat, seinen Knechten in Bälde zu zeigen und seinen Engel gesund und siedurch dicjen bekannt gemacht seinem Knechte Johannes, der bezeuget hat

(1) Offcnb. 22, 7. 3. Ucbrigens zieht Dionysius die griechische» Worte xcc/cönoch zu dein vorhergehenden ^lccxcc^wo?, wodurch denn der in der Übersetzung ausgedrückteSinn entsteht, während sie einen eigenen Satz bilden sollten: Und ich bin Johannes, der :c.