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Kirchengeschichte
Entstehung
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259
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Gallienus. Jahr Christus 259. Tystus !!. (Dionysius). 259der daselbst verloren, ohne daß später noch ein Wunder an dieser Stelle sichereignet hätte.

Achtzehntes Hauptjiüek.

Von dcr Bildsäulcft) , welche die blntflüssige Frau errichten lassen.

Da ich der Stadt Paneas Erwähnung gethan habe, so halte ich esnicht für gut, eine Erzählung zu übergehen, deren Keuntniß auch sür unsereNachkommen von Werth seyn dürfte. ES sott nämlich die Blutflüssige,welche nach den heiligen Evangelien (2) durch unfern Erlöser Befreiung vonihrem Leiden fand, von dorther gekommen seyn; man zeige noch jetzt ihrHaus in der Stadt und es dauern noch bewunderungswürdige Denkzeichender Wohlthätigkeit des Heilandes gegen sie fort. Es stehe nämlich anseinem hohen Steine bei der Thürs ihres Hauses eine eherne Bildsäule einerFrau, die, auf ein Knie niedergebeugt, einer Flehenden gleich, die Händevorwärts ausstreckt. Ihr gegenüber stehe von demselben Metall aufrechtdie Bildsäule eines Mannes, welcher, mit einem Doppelmantel anständigbekleidet, seine Hand gegen die Fraü ausstrecke. Zu seinen Füßen,an der Säule selbst, wachse eine fremdartige Pflanze, welche bis an denSaum des metallenen Doppelmantels heraufgehe und ein Heilmittel gegenmancherlei Krankheiten abgebe. Diese Mannsgesialt nun soll das BildJesu seyn. ES hat sich auch bis auf unsere Zeit erhalten und ich habe esmit eigenen Augen gesehen, als ich die Stadt Paneas besuchte. Und mandarf sich keineswegs darüber wundern, daß diejenigen Heiden, welche ein-stens von unserem Erlöser Wohlthatcn erhielten, dergleichen etwas machenließen, da wir auch Bildnisse(Z) seiner Apostel, Paulus und Petrus, undChristus selbst mit Farben gemalt auf noch vorhandenen Gemälden gesehenhaben , indem die Alten, wie leicht zu erachten, an ihrer Gewohnheit fest-haltend , nach heidnischer Sitte diese Männer als Wohlthäter auf solche Artbei sich zu verehren pflegten.

(1) Daß eine solche Bildsäule, wie sie hier von Eusebius beschrieben wird, in Paneasgar nicht vorhanden gewesen sey, durfte wohl gegen den Augenzeugen Eusebius nicht be-hauptet werden; ob sie aber wirklich Christum und die blutslüssigc Frau vorgestellt habe,ist eine andere Frage, welche schon langst verneint worden ist. Gicscler in seiner Kirchcn-geschichte äußert sich darüber also:Nach der Analogie vieler Münzen zu urthcilcn, war,jenes Denkmal einem Kaiser (wahrscheinlich Hadrian) zu Ehren gesetzt und vielleicht eines^,in dcr Inschrift vorkommenden amrhpr oder istcm wegen von Christen falsch gedeutet."

(2) Matth. S, 2023. Mark. 5, 2534.' Luk. 8, 43- 48.

(3) Die ersten Spuren von Abbildungen Christi finden wir bei den Karpokratianern,«iner gnostischen Sekte (Iren, t, 25), und in der Hauskapelle des Kaisers Alexander Se-verus , wo (nach Lamprid. C. 29) neben den Bildnissen seiner Vorfahren auch die Stand-bilder von Christus, Abraham, Orpheus !c. aufgestellt waren. Ucbrigcns läßt sich dieses,wie Neander richtig bemerkt, aus dem damaligen Religionscklccticismus leicht erklären.

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