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Kirchengeschichte
Entstehung
Seite
258
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25? Gallienus. Jahr Christus 259. Tystus II. (Dionysius),nach Gefallen wählen. Wie nun Marinus ohne Bedenken seine Rechtsausstreckte und nach der heiligen Schrift griff, sprach Thcoteknns zu ihm:Nun, so halte fest an Gott, halte fest, und mögest du erlangen, was dudir gewählt hast, gestärkt von ihm. So gehe hin im Frieden. Als Mari-nus alsbald darauf aus der Kirche zurückkehrte, rief ihm der Herold zu undforderte ihn vor Gericht; denn die ihm gegebene Frist war bereits verstri-chen. Marinus erschien vor Gericht, bekannte deßhalb mit noch größererOffenheit seinen Glauben und ward alsbald, so wie er war, zum Todegeführt und vollendet.

Sechzehntes Hauptstück.

Erzählung von AstpriüS.

Bei diesem Vorfalle machte sich Astyrius, ein Mann aus dem römischenSenatorstaude, von den Kaisern sehr wohl gelitten und seiner edeln Herkunftund seines Vermögens wegen allgemein angesehen, durch seine frommeFurchtlosigkeit einen Namen. Dieser war damals zugegen, als der Mär-tyrer vollendet wurde, nahm, mit einem sehr kostbaren weißen Kleide ange-than, die irdische Hülle desselben auf seine Schultern, trug sie fort, kleidetesie sodann auf das Reichste ein und ließ sie auf eine anständige Weiss be-statten. Von diesem Astyrius erzählen seine Freunde, welche bis auf unsereZeit gelebt haben, unter tausend andern Dingen folgendes Wunder.

Siebzehntes Hauptstück.

Von den Zeichen der Wunderthätigkcit unscrS Erlösers zu Pancas.

Bei Cäsarea Philippi, (1) welches die Phönicier Paneas nennen, sollin die Quellen , welche man am Fuße des sogenannten panischen Bergeszeigt und aus welchen auch der Jordan hervorfließt, an einem gewissen Fest-tage allemal ein Opferthier geworfen worden seyn. Dieses sey durch dieWirkung des Teufels auf eine wunderbare Weise verschwunden und dieserUmstand sey den dabei Anwesenden als ein ausgezeichnetes Wunder erschie-nen. Als nun einst auch Astyrius sich dabei eingefunden und sah, wie dieMenge über den Vorfall in Verwunderung gerieth, so habe ihn ihres Jrr-thumS gejammert und er habe seine Blicke gen Himmel gerichtet, den Gottüber alles durch Christum gebeten, den volksversührerischen Teufel in seinerBlöße hinzustellen und seiner Verführung der Menschen ein Ende zu machen.Nachdem Astyrius sein Gebet gesprochen, sey das Opferthier alsbald aufder Oberfläche der Quellen wieder geschwommen und so habe sich da« Wun»

st) Eine Stadt in Galiläa, auf den Münzen auch Ncronias genannt, gegründet vondein Tetrarchen Philippus in der Nähe der zerstörten Stadt Dan.