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Kirchengeschichte
Entstehung
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257
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Gallieuus. Jahr Christus 259. Tystus II. (Dionysius). 257

Vierzehntes H a u p t ft ü c!i.

Was für Bischöfe damals geblüht.

Damals stand noch der römischen Gemeinde Xystns(i) vor, der antio-chenischen nach Fabianus Demetrius, und der zu Casare« in KappadocienFirmilianus, so wie den Gemeinden im Pontns Gregvrins und dessen Bru-der Athenodvrus, beide Schüler des Origenes. Nachdem zu Casare« inPalästina Theoktistns verschieden war, so überkam das Bisthum daselbstDomnus, und da dieser nach nicht gar langer Zeit starb, so wurde Theo-teknus, der noch zu unserer Zeit gelebt hat, sein Nachfolger. Auch dieserwar aus der Schule des Origenes hervorgegangen. Ferner bestieg zu Jeru-salem nach dem Tode des Mazabanes den bischöflichen Stuhl Hymenäus,der ebenfalls zu unserer Zeit viele Jahre lang in Ansehen gestanden hat.

Fünfzehntes Hauptstürk.

Wie Marinas zu Cäsarca ein Märtyrer geworden.

Um diese Zeit, während die Gemeinden aller Orten Frieden hatten,wurde zu Cäsarea in Palästina ein gewisser Marians, der einen ansehnli-chen militärischen Rang bekleidete und durch Geburt und Reichthum sichauszeichnete, um des Zeugnisses Christi willen enthauptet. Die Veranlas-sung dazu war folgende. Die Weinrebe ist eine gewisse Auszeichnung beiden Römern und wer sie bekommt, wird, wie man sagt, Centurio. Danun eine solche Stelle erledigt war, so sollte Marinas vermöge seines bisherbekleideten Ranges in dieselbe vorrücken. Als er schon ans dem Punktestand, die Stelle zu bekommen, so trat ein anderer vor den Richterstuhl underklärte, Marinas könne nach den alten Gesetzen keine römische Kriegswürdebekleiden, weil er ein Christ sey und den Kaisern nicht opfere. Ihm viel-mehr gebühre die Stelle. Der Richter, Achäus war sein Name, ließ sich,wie es heißt, dadurch bestimmen, den Marinus zuerst zu fragen, welcherreligiösen Ansicht er sey. Wie er sah, daß dieser sich beharrlich als einenChristen bekannte, so gab er ihm drei Stunden Bedenkzeit. Als Marinusans dem Gerichtshofe herausging, trat Theoteknus, der Bischof von Cäsarea,zu ihm hin, zog ihn gesprächsweise mit sich fort, faßte ihn bei der Handund führte ihn in die Kirche. Hierinnen stellte er den MarinuS an das tzei-tigthum, (2) schlug dessen Mantel ein wenig zurück und zeigte auf der einenSeite auf das ihm zur Seite hängende Schwert, auf der andern Seite hielter ihm aber zugleich das Evangelienbuch vor und hieß ihn zwischen beiden

(t) Andern Nachrichten zufolge war Lystus schon unter Balerianus Märtyrer gewor-den, nachdem er etwas über ein Jahr Bischof gewesen. Eusebius, der in diesem ZeitraumAlles durch einander verwirrt und chronologische Unrichtigkeiten auf Unrichtigkeiten häuft,widerspricht sich in Ansehung des Zystus selbst, dem er in seiner Chronik acht Jahre, untenim 27sten Hauptstück dieses Buches aber cilf Jahre beilegt. Stroth.

(2) Derjenige heilige Thcil des Tempels, wo sich der Tisch des Herrn befindet.

Eusebius Kirchengcschichtc. 17