Valexianus. Jahr Christus 257. Tystuö il 255„kamen, uns gegen unfern Willen und ohne daß wir folgen wollten, ihnen„mit Gewalt entrissen und fortgeschleppt haben. Nun sind wir — näm-„lich ich, Kajus und Petrus — getrennt von den übrigen Brüdern, allein,„und leben in einem öden, schmutzigen Orte Libyens, drei Tagreisen von„Parätonium,(1) eingeschlossen." Sodann fährt Dionysius etwas weiter-hin also fort: „In der Stadt haben sich, um die Brüder heimlich zu be-suchen, verborgen — von den Presbytern: Maximus, DioSkorus, Demet-rius und Lucius — (denn Faustinus und Aquilas, welche den Heiden zu„bekannt sind, irren in Aegypten umher) — von den Diakonen Fanstus,„Eusebius und Charemon, die einzig noch übrig gebliebenen, da die andern„an der Krankheit (2) gestorben sind. Den Eusebius hat Gott von Anfang„an dazu gestärkt und ausgerüstet, den im Gefängniß befindlichen Beken-„nern die Dienstleistungen unerschrocken zu erweisen und die Bestellung„der vollendeten, seligen Märtyrer nicht ohne Gefahr zu besorgen. Denn„der Statthalter fährt noch immer fort, diejenigen, welche vor ihn gebracht„werden, theils, wie gesagt, auf eine grausame Weise zu tödten, theils mit„Foltern zu martern, theils im Gefängnisse und in Banden abzehren zu„lassen, wobei er keine Besuche bei ihnen gestattet und nachforschen läßt,„ob sich vielleicht jemand sehen lasse. Dennoch erquickt Gotc die Bedräng-„ten, durch die Vereitwilligkeit und Beharrlichkeit der Brüder." So weitDionysius in diesem Briefe. Ich bemerke hiebei noch, daß Eusebius, wel-chen Dionysius als DiakonuS genannt hat, bald darauf Bischof der Ge-meinde zu Laodicea in Syrien worden ist. (Z) Maximus aber, den er da-mals noch einen Presbyter nannte, nach Dionysius selbst die Leitung derGemeinde zu Alexandrien als sein Nachfolger überkommen (4) hat, Faustnsdagegen, der damals mit ihm als Bekenner sich hervorgethan hatte, lebtebis zu der Verfolgung in unfern Tagen und starb sehr alt und hochbetagtzu unserer Zelt den Märtyrertod durch Enthauptung. Bis hieher, wassich zur damaligen Zeit mit Dionysius zugetragen hat.
Zwölftes Hauptstück.
Bo» denen, die zu Casaren in Palästina Märtyrer geworden.
In der erwähnten Verfolgung des Valerianus zeichneten sich dreiMänner zu Cäsarea in Palästina durch ein glänzendes Bekenntnis; aus undwurden mit einem herrlichen Märtyrertode geschmückt, indem sie den wildenThieren vorgeworfen wurden. Der eine von ihnen hieß Priökns, der andereMalchus und der dritte Alexander. Diese wohnten, wie es heißt, auf dem
(1) Eine Seestadt in der Landschaft Marmarika in Nordafrika.
(2) Man sehe unten das 22ste Hauptst. Es suchte nämlich damals eine furchtbarePest das gesammte römische Reich eine ganze Reihe von Jahren heim.
(?) Man sehe hicvon unten Hauptst. ?2.
(4) Unten Hauptst. 28.