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Kirchengeschichte
Entstehung
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253
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Balcrianus. Jahr Christus 257. stsystus U, 2Sl!

fürZeit gehabt, Zusammenkünste zu halten(l) oder nicht zu haltenA' Weiter-hin fahrt sodann Dionysius also fort:Dennoch haben wir nicht unter-lassen , sichtbare Zusammenkaufte mit der Hülfe des Herrn zu halten, son-dern ich oersammelte die Leute in der Stadt mit dem größten Eifer, wiewenn ich zugegen wäre, zwar dem Körper nach, um mich so auszudrücken,abwesend, im Geiste aber gegenwärtig. (2) In Kephrv hielt sich übrigenseine ansehnliche Versammlung Gläubiger bei uns auf, bestehend theilöans Brüdern, welche uns aus der Stadt gefolgt waren, theils aus solchen,welche aus dem übrigen Aegypten sich daselbst zusammengefunden hatten.Auch hier öffnete uns Gott die Thüre zu seinem Wort. Anfänglich zwarwurden wir verfolgt, mit Steinen geworfen, später aber verließen nichtwenige von den Heiden ihre Götzen nud bekehrten sich zu Gott. Damalswurde durch uns zuerst der Saame des Worts, das sie vorher nicht ange-nvmmen hatten, ausgestreut. Und gleich als habe darum uns Gott zuihnen geführt, führte er uns auch wieder von dannen, sobald wir diesenBeruf erfüllt hatten. Denn Aemilianus wollte uns in Gegenden ver-letzen , die, wie er glaubte, noch rauher und libyscher waren. Er befahluns also sämmtlich im mareotischen Distrikt zusammenzukommen undwies einem jeden seinen Flecken in demselben an. Wir aber kamen mehran die Heerstraße zu wohnen, um am ersten ergriffen werden zu können.Denn er veranstaltete und richtete es so ein, daß er, wenn er uns ergreifenlassen wollte, alle leicht in seine Gewalt bekommen konnte. Als ich denBefehl erhielt, mich nach Kephro zu begeben, ging ich dennoch bereitwilligund gelassen dorthin ab, obgleich ich nicht wußte, wo der Ort lag und bei-nahe den Namen davon vorher nicht gehört hatte. Wie mir aber ange-kündigt wurde, mich von da weg in die kolluthionische Gegend (s) zu ver-fügen, so wissen Alle, wie mir dabei zu Muthe war. Denn hier muß ichmich selbst anklagen. Anfänglich war ich darüber höchst unmuthig undunzufrieden. Denn wenn uns auch die Gegenden bekannter und nicht sofremd waren, so war doch, wie es hieß, die ganze Landschaft von Brüdernund tugendhaften Menschen völlig entblößt und den Belästigungen vonSeiten der Reisenden, so wie den Anfällen der Räuber ausgesetzt. In-dessen tröstete ich mich wieder, als die Brüder mich darauf aufmerksammachten, daß dieselbe näher an Alexandrien sey, und habe Kephro unseinen ausgebreiteten Umgang mit Brüdern aus Aegypten verschafft, sodaß wir große Versammlungen daselbst halten konnten, so würden wirbei der größern Nähe der Stadt häufiger den Anblick unserer eigentlich

(t) Germanus gab nämlich dem Dionysius Schuld, cr habe vor dcm Ausbruch derVerfolgung keine Brüderveriammlung gehalten, sondern sich durch die Flucht gerettet.Denn so oft sonst eine Verfolgung bevorstand, pflegten die Bischöfe vorher das Volk zuversammeln und es zur Standhastigkeit im Glauben an Christum zu ermahnen. Hierauftauften sie die Kinder und Katechumenen, damit diese nicht ungetanst aus der Welt gehenmöchten und theilten den Gläubigen das Abendmahl aus, da es ungewiß war, wie langedie Verfolgung dauern würde. Valcsius.

(2) Anspielung auf l Kor. 5, S.

G) Ln dem mareotischen Distrikt in Unier-Aegypte».