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Kirchengeschichte
Entstehung
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2S2 Valoriaiins. Jahr ChristnZ .'57. Tystus II

weisen. Denn sie haben es in eure Hand gelegt, glücklichzu seyn, wenn ihr nur euch an die Gottheit, welche es derNatur gemäß ist, halten u nd die Schutzg otter des Reichsanbeten, hingegen derer, welche es gegen die Natur sind,vergessen wollt. Was sagt ihr nun hiezu? Denn ich hoffenicht, daß ihr euch undankbar gegen ihre Güte erzeigenwerdet, da sie euch zum Bessern leiten wollen. Dion ysiusen tgeg n et e hi cr a uf: Nicht a l le b ct en al le E vt te r a n, son-d ern ei n j e d e r ei n ig e, a n d ie er g la ubt. Wir nun verehrenden einzigen Eo tt und Schvpfer de 6 Weltall«, welcher auchden geheiligten Kaisern Valerianus und Gallienus die.Herrschaft verliehen hat; diesen verehren wir und betenihn an: zu diesem flehen wir unaufhörlich für die Wohl-fahrt ihrer Negierung, daß sie unerschüttert bleibenmöge. D erStat thalterAemilianus sagte hieraufzu ihnen:W er h in d er t eu ch aber d e n n, daßihr auch diesen, wenn eranders ein Gott ist, neben denen, die von Na t u r tte rsin d, anbetet? Denn e s ist euch n ur b efo h l e n w ord e n, G ö t-ter zu vere h r en u n d zw a r so lch e G vt ter, we l ch e a l l e ken n en.D ionysius ant >vortete hierauf: Wir beten keinen andernGott an. Der Statthalter Aemilianiis sagte sodann zuihnen: Ich sehe, daß ihr zugleich undankbar und unem-pfiIid lich gegen die Güte uuserer Kaiser seyd. Deswegen rft ih r eu ch nich t länger in dieserStadt aufhalten, son-d ern i h r >verdet nach Libyen g eschickt werden und z w ar aneinen O r t, Na m en s Kep hr o: De n n di ist de r Ort, w elchenichaufBefehl unserer Kaiser dazu erwählt habe. Es istaber unter keiner Bedingung euch oder Andern erlaubt,Zusammenkünfte zu halten oder auf die sogenanntenFried höfe (1) zugehen. Ze ig t e s sich a b er, daß e i n e r an d e nvon mir euch angewiesenen Ort nicht gegangen ist oderwird er in einer Versammlung getroffen, so wird er sichselbst in Gefa hr stürzcn. Denn an der gehörigen Aufsich tso ll e 6 nich t fe h le n. Gc h t a ls o hin, wohin ihr angewiesense yd." So trieb er mich also, obgleich ich krank war, fort, ohne mirauch nur einen einzigen Tag Aufschub zu geben. Was habe ich nun also noch

(!) Die Märtyrer genossen einer sehr großen Verehrung in der christlichen Kirche.Man sammelte nicht bloß sorgfältig ihre Gebeine und setzte sie bei, sondern besuchte auchihre Gräber, betete auf denselben und versammelte sich an ihrem Todestage an denselben,las daselbst Erzählungen von ihren Bekenntnissen und Leiden vor und feierte die Kom-munion. Deswegen und weil der Besuch derselben das Glaubcnsfcuer der Christen zu ent-flammen pflegte, scheint Acmilianus dem Dionysius den Besuch der Friedhöfe verboten zuhaben. Gerade so, wie hier Acmilianus dem Dionysius, verbot der Prokonsul von Afrika,Paternus, dem Cyprianus in derselben valerianischen Verfolgung die Versammlungen derChristen und den Besuch der christlichen Begrabnißplätzc bei Todesstrafe.