Valeriana. Jahr Christus 257. Xystus II. 2SIKopf seiner Söhne brachte, so verpflanzte er zugleich seine Schlechtigktt'.und seinen Haß gegen Gott auf sie.« Dieß Dionysius von ValenanuS.
GUftes Hauptstück.
Von dem, was damals dcm Dionysius und den Christen in Aegypten begegnet.
Von der unter ValcriannS auf das heftigste wüthenden Verfolgungund was Dionysius darin nebst Andern für seine Verehrung des Gottesdes Weltalls erduldet, mögen seine eigenen Worte, welche er gegen Germa-nus, einen damaligen Bischof, der ihn in einen bösen Ruf zu bringen suchte,richtete, sprechen. Sie sind folgende: „Indem ich mich in die Nothwendig-„keit versetzt sehe, die wunderbare Führung Gottes in Betreff unserer zu„erzählen, so lauft ich in der That Gefahr, für sehr thöricht und einfältig„gehalten zu werden. Jndeß da es in der Schrift heißt: Das Geheimniß„des Königs zu verhehlen ist gut, rühmlich hingegen ist eS, die Werke Got-„tes zu verkünden, (1) so will ich dem Angriffe des Germanus begegnen.„Ich erschien vor Aemilianus, (2) nicht allein, sondern es begleiteten mich„mein Mitpresbytcr MarimuS und die Diakonen Fanstus, Eusebius und„Chäremon. Auch ging einer von den aus Rom anwesenden Brüdern mit„hinein. Aemilianus aber machte nicht den Anfang damit, daß er gesagt„hätte: Halte keine Zusammenkünfte. Denn dieß erschien ihm überflüssig„und gerade das Letzte zu seyn, da er mit dem Hauptpunkte anfangen wollte.„Es war nämlich bei ihm gar nicht die Rede davon, daß wir keine Ver-sammlungen anderer Brüder halten, sondern davon, daß wir selbst keine„Christen seyn sollten. Davon sollten wir abstehen, indem er glaubte,„wenn ich meine Gesinnung ändern würde, so würden mir die andern„folgen. Ich wollte ihm nicht auf eine hieher nicht gehörige und etwas„weit hergeholte Art antworten: Man muß Gott mehr gehorchen als den„Menschen, (3) sondern erklärte ihm geradeswegs fest und offen, daß ich den„allein wahren Gott, und keinen andern, verehren, meine Gesinnung nicht„ändern und ein Christ zu seyn nie aufhören würde. Auf dieß befahl er„uns, uns in ein Dorf nahe der Wüste, Namens Kcphro, zu begeben.„Les't indeß die eigenen Worte, welche dabei von beiden Seiten gebraucht„wurden, wie sie in das Protokoll eingetragen worden sind: Nachdem„D ionysiu 6, Faustu 6, Mapimu 6, Marcellus undChäremon„hereingeführt worden waren, sprach der Statthalter„Aemilianus: Ich habe euch schon mündlich von der Men-schenliebe gesagt, die unsere Fürsten gegen euch be-st) Job. 12, 8.
(2) Er war damals noch Statthalter in Aegypten, warf sich aber später zum Kaiserauf, gelbem ^eldherrn deo Gallienus, Ahcodotus, lebendig in die Hände und wurde imGefängliche erdrosselt.
G) Worte des Petrus vor dem Rath zu Jerusalem. Apostelg. 5, 29.