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Kirchengeschichte
Entstehung
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250
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2Zsi ValevmnuS. Jahr Christus 237. TystuS II

sinS also fort.-Makrianus hat ihnen (1) also einen herrlichen Dank für«die in Aufsicht gestellte Herrschaft dargebracht, welcher früher, da er kaiser-licher allgemeiner Rechnungsrath hieß, (2) weder etwas zum allgemeinen»Besten, noch einen gesunken Rath gedacht hat, sondern welcher jenemFluche des Propheten verfaü'sn ist: Wehe denen, die aus eigenem Herzenweissagen und nicht auf das allgemeine Lesse sehen. HZ) Denn er hat wedereinen Vegriss von einer allgemeinen (4) Vcnssehung gehabt, noch ist ihm«ein leiser Gedanke an das Gericht dessen gekommen, der vor Allem und in«Allein und über Allem ist. Er ist daher auch ein Feind seiner allgemeinenKirche geworden und hat sich selbst von der Erbarmung Gottes ausgeschlossenund dieselbe von sich zurückgewiesen und seine Seligkeit so weit als mög-lich von sich entfernt und die Bedeutung seines Namens (5) dadurch ansich bewahrheitet." Etwas weiterhin fährt Dionysius also fort:Valeria-uus ließ sich von diesem Menschen zu einer solchen Handlungsweise be-stimmen und gab sich dadurch der Schmach und der Schande preis nach«dem Ausspruche des Propheten Jesaias:(6) Sie haben sich ihre Wege ge-wahlt und ihre Greuel, welche ihre Seele gewollt hat. Ich aber will er-zählen, was ihnen zum Spotte ist und will ihnen vergelten ihre Sünden.Makrianus aber brannte vor Begierde nach der Herrschaft, (7) obgleicher sie nicht verdiente; da er aber seines verkrüppelten Körpers (8) wegensich selbst den Purpur nicht anlegen konnte, so stellte er seine beiden Söhne,«welche damit die Sünden des Baters auf sich nahmen, an die Spitze derRegierung. Denn an ihnen ging Gottes Drohung: Ich will bei denen,»die mich hassen, die Sünden der Väter an den Kindern heimsuchen bis ins«dritte und vierte Glied, (9) augenscheinlich in Erfüllung. Denn da erseine eigenen bösen Begierden, die er nicht befriedigen konnte, auf den

(1) Den bösen Geistern. Der Sinn ist: Da die Aussprüche der bösen Geister ihn dieHerrschast hoffen ließen, so bezeigt er ihnen dadurch seinen Dank, daß er den Valcrianuszu einer Verfolgung der Christen beweg.

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säe x«öo?.i,xöu Dieß Wortspiel, das in der Folge noch weircr fortgesetzt

wird, einigermaßen ausdrücken zu können, habe ich den in der Ucbersetzung stehenden Aus-druck erwählen müssen. Stroth.

(3) Ezcch. 13, 3.

(4) Noch immer Anspielung auf den Titel dieses Ministers, der bei den Griechenelliptisch x«öc>7cxv5, bei den Lateinern Rationalis genannt wurde. Stroth.

(5) Er hieß Makrianus und zeaxoäv heißt fern.

(6) Jes. 66, 3. 4.

(7) Nach der Gcfangcnnehmung des Valcrianus, welchen Makrianus zum Kriege gegendie Perser bewogen und an dieselben verrathen haben soll, warf sich Makrianus zum Kaiserauf und nahm seine beiden Söhne Quietus und Makrianus zu Mitregcntcn an, wiewohlman nach Dionysius glauben sollte, Makrianus habe die Regierung nicht selbst geführt,sondern sie auf seine Söhne übergetragen, wurde aber, als er gegen Gallienus zog, inJllyrikum oder an der thracischen Grenze nebst dem einen seiner Söhne von Aureolus,auch einem der 30 Tyrannen, wie Makrianus, geschlagen und gctödtet. Sein andererSohn, Quictus, kam im Orient durch Odenatus um das Leben. Ucbrigcns rühmt der Ge-schichtschrciber Trcbellius Pollio den Makrianus und seine Söhne als treffliche Männer.

<S) Er war lahm.

(9) 2 B. Mos. 20, S.