Gallus u. Volusianns. I. Chr. 2ü6. Tystus II. 247„eher wieder auf, als bis sie Alles, was sie bei den Widersachern gehört,„öffentlich gestanden hatten. Dann ließ er sie znr Gemeinschaft zu, ohüe„weiter eine zweite Taufe bei ihnen für nöthig zu halten. Denn sie hat-„ten den heiligen Geist schon vorher von ihm empfangen." Nachdem so-dann Dionysius sich noch weiter über diese Streitfrage umständlich verbreitethat, fährt er also fort: »Ich habe auch erfahren, daß die Afrikaner dieß„nicht bloß jetzt erst eingeführt haben, sondern daß auch schon lange vorher„zu den Zeiten der Bischöfe voraus in den volkreichsten Gemeinden und auf„den Synoden der Brüder zu Jkonium(l) und Synnada und sonst noch bei„vielen Andern dieselbe Ansicht herrschte, deren Beschlüsse umzustoßen und„dadurch Streit und Zank zu erregen ich nicht über mich gewinnen kann.„Denn du sollst, heißt es in der Schrift, (2) die Grenzen deines Nächsten,»welche deine Vorfahren gesetzt haben, nicht verrücken." Der vierte seinerBriefe über die Taufe ist an den Dionysius zu Rom gerichtet, welcher da-mals noch die Presbyterwürde bekleidete, bald darauf aber das dortigeBiöthum überkam. Man kann aus demselben ersehen, wie auch dieser vondem Dionysius zu Alexandrien das Zeugniß eines gelehrten, trefflichenMannes erthcilt wird. Unter Anderem, das er ihm schreibt, thut er auchdes Novatus folgendermaßen Erwähnung.
Achtes Haupt stück.
Von dem Irrglauben des Novatus.
„Den Novatianus hassen wir mit Recht, da er die Kirche getrennt,„mehrere Brüder zu Gottlosigkeiten und Lästerungen verleitet, eine„höchst frevelhafte Lehre von Gott eingeführt und unfern so gütigen Herrn„Jesus Christus als unbarmherzig verleumdet hat, so wie außerdem das„heilige Bad der Taufe ungültig macht, den Glauben und das Bekenntniß,„welches derselben vorangehen(Z) muß, verkehrt und aus seinen Anhängern„den heiligen Geist völlig vertreibt, wenn auch sonst Hoffnung vorhanden„gewesen wäre, daß er geblieben oder zurückgekehrt seyn würde."
Neuntes Hauptstück.
Von der gottlosen Tanfe der Ketzer.
Der fünfte Brief des Dionysius ist an den römischen Bischof Zkystusgeschrieben. Er bringt darin Vieles gegen die Ketzer vor und erzählt sodann
<11 Eine Stadt in der klcinasiatischen Landschaft Lycaom'cn, j. Eogni.
(2, 5 B. Mos. 19, 14.
(3) Die Katcchumencn mußten, ehe sie die heilige Taufe empfingen, das Symbolum,welches ihnen gegeben war, auswendig hersagen. Hierauf wurden sie von dem Priester ge-fragt »nd antworteten auf jeden Punkt: Ich glaube. Die letzte Frage war: Glaubstdu ein ewiges Leben und die Vergebung der Sünden durch die heiligeKirche? wie Cyprianus im 7vstcn und 76stcn Briefe lehrt. BalesiuS.