Gallus u. Volnsianus. I. Chr. 256. Xystus Ii. 2tS„daß diejenige!», welche von einer Ketzerei herüber kämen, vorerst unter die„Katechumenen aufgenommen werden, und sodann von dem Schmutz des„alten unreinen Sanerteiges abgewaschen und gereinigt werden sollen.„Ueber dieses Alles habe ich bittweise an ihn geschrieben." Weiterhin sagter: „Auch unfern geliebten Brüdern und MicpreSbytern Dionysius und„Philemon, welche frnherhin die Ansicht des Srephanus gethcilt und über„denselben Gegenstand an mich geschrieben haben, habe ich zuerst nur ziem-lich kurz, jetzt aber weitläufiger geschrieben." So viel von der gedachtenStreitsache.
S e ch s t e s H a u v t lt ü ck.
Von der Ketzerei des SabclliuS.
In eben diesem Schreiben gibt Dionysius auch von den Sabelliani-schen (1) Ketzern, als welche zu seiner Zeit hervortraten, folgende Nachricht:„Von dem kürzlich zu Ptvlemais in Pentapolis(2) aufgebrachten Lehrsatze,„welcher gottlos ist und viele Lästerungen gegen den allmächtigen Gott und„Dater unsers Herrn Jesu Christi, so wie großen Unglauben in Betreff sei-„nes eingebornen Sohnes, des Erstgebornen aller Kreatur, des Mensch ge-wordenen Logos und völligen Mangel an Ahnung des heiligen Geistes„enthält, habe ich, da von beiden Seiten sowohl Schreiben an mich gelangt,«als auch Brüder, die sich mit mir besprechen wollten, zu mir gekommen„sind, nach dem Maße meiner Kräfte unter dem Beistande Gottes Einiges
nuten Kap. 7. Auf dcr Synode zu Jkonium waren nach Augustinus 55 Bischöfe. Uebrigcnsbehielten die Orientalen und besonders die Kappadocicr den Gebrauch, die Ketzer wieder zutaufen , beständig bei, wie aus des Basilius erstem und zweitem kanonische» Brief an denAmphilochius erhebt, ja, dieser Gebrauch währte bei ihnen bis zur erste» konstantinopol.Synode. Balesius. Ucbrigens drohte Stcphanus nicht allein den Asiaten, sondern auchund vornämlich dem Cyprian mit stmen Afrikanern, an welche er sehr stolze Schreibenergehen ließ, daß er alle Gemeinschaft mit ihnen aufheben wolle. Stroth.
(l) Die Lehrsätze des Sabellius waren nach Martinis Darstellung folgende: „Es ist„nicht mehr als eine einzige göttliche Hypostasis oder Person; der Logos ist eine Kraft„Gottes, die sich seit der Schöpfung dcr Welt unter den Menschen wirksam erwiesen, aber„nie eine eigene Persönlichkeit erhalten hat, nie ein besonderes für sich bestehendes Subjekt„geworden ist. Diese Kraft Gottes vereinigte sich nun zu der bestimmten Zeit mit dem„Meujchcn Jesu, wirkte auf ihn, wie auf keinen ander» Menschen und verließ ihn nicht„eher, als bis er Alles, was u: Bcseligung dcr Menschen von ihm geschehen sollte,„vollbracht hatte. Dieser Mensch Jesus hieß nunmehr Sohn Gottes, weil er, außer„seiner wunderbaren Erzeugung, mit einer göttl'chcn Kraft ausgerüstet war. Der heilige„Geist ist auch eine Kraft Gottes, die zur Beförderung dcr Tugeno und zur Besserung unter„den Menschen wirkt. Wenn Sabellius dessen ungeachtet Batcr, Sohn und Geist drei„PerMen nannte, so hatte er nur drei verschiedene Kräfte oder Kraftäußerungm in dcr„Gottheit im Sinne, indem er sich Gott in einen» dreifachen Kraft- oder Wirknngsverhält-„niß dachte, als die oberste Ursache aller Dinge, als den Erleuchter der Menschen durch„Einicnkung seiner Geisteskraft in den Menschen Jesu und als Beförderer dcr Besserung„und Tugend unter den Menschen. Ebenso hatte Sabellius, »venu er von einem Unter-„schicd Mischen Vater, Sohn und Geist sprach, nur drei verschiedene Kräfte in Gott und„die verschiedenen Arten ihrer Wirksamkeit im Sinne."
H2) Eine Landschaft in Nordafrika, so genannt von den fünf Städten, welche in ihrlagen, nämlich Beremca, Arsinoe, Ptolcmais tj. Tolometa), Apollonia und Eyrcne.