Gordianus. Philippus. I. Chr. 238—2ss7. Fabianus. 225philus geschriebenen Vertheid-'gnngsschrift für OrigensS ersehen, welchewir, tadelsüchtigen Menschen wegen, mit gemeinschaftlichem Fleiße ansge-arbeitet haben.
Vierunddreißigstes Hauptstück.
Von dem Kaiser Philippus.
Nachdem Gordianns sechs volle Jahre geherrscht hatte, überkamPhilippus nebst seinem gleichnamigen Sohn die Regierung. Von diesemKaiser erzählt man, er sey ein Christ gewesen (1) und habe einst amTage der lehren Ostervigilie mit dem Volke am Gebete in der GemeindeTheil nehmen wollen, allein der Zutritt sey ihm von dem damaligenVorsteher (2) derselben nicht früher gestattet worden, als bis er einBekenntnis; seiner Sünden abgelegt und sich denen, welche gefallen wa-ren (3) und an dem Busiort standen, beigesellt habe. Denn im entge-gengesetzten Falle, wenn er dieß nicht gethan haben würde, wäre erwegen der vielen Schuld, (ü) die auf ihm lastete, von dem Bischof nichtzugelassen worden. Der Kaiser habe indeß ohne Widerrede Folge geleistetund somit einen Beweis seiner echten frommen "und gottesfürchtigenGesinnung durch die That an den Tag gelegt.
/ ü tt f u n d d r e i ß i g st cs Hanptstück.
Wie Dionysius der Nachfolger des Hcraklas im Bisthum geworden.
Es war das dritte Jahr der Negierung des Kaisers Philippus, alsHeraklas starb, nachdem er 16 Jahre der alcrandrinischen Gemeinde vor-gestanden hatte und Dionysius das Bisthnm bei derselben überkam.
Scchsunddreißigstes Hauptstück.
Was für Schriften Origcncs sonst noch ausgearbeitet.
Damals nun, als unser Glaube, wie leicht zu erachten stand, sichimmer weiter ausbreitete und der allgemeinen Ausbreitung unserer Lehrenirgends ein Hindernis; sich entgegenstellte, soll der damals schon über60 Jahre alte Origenes, indem er nun durch eine lange Uebnng eine
(1) In stiner Chronik sagt Eusebius ganz bestimmt, Philippus sey der erste christlicheKaiser gewesen 5 allein nichts berechtigt zu dieser Annahme. Veranlassung dazu gab wohlder Umstand, daß die Christen unter stiner Negierung Ruhe hatten. Gegen die Einwendung,er sey ein heimlicher Christ gewesen, spricht unsere Erzählung.
(2) Nach einer spatern Uebcrlicfcrung soll dieser der Bischof Babylas von Antiochiengewesen scyn.
(3) Solchen wurde in der Versammlung ein niedriger Standort angewiesen.
(4) Man dachte bei Entstehung dieser Sage wohl namentlich an die Ermordung desjüngern Gordianus.
Eusebius Kirchengeschichte. 15