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Kirchengeschichte
Entstehung
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223
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Gordianns. Jahr Christus 238. Fabianus. 22Zsich voll leidenschaftlichen Eifers mit den griechischen und römischenWissenschaften, (1) allein Origcnes flößte ihnen Liebe zur Philosophieein und bestimmte für ihre vorigen Studien mit dem Studium derTheologie zu vertauschen. Während eines fünfjährigen Unterrichts beiOrigeneS hatten sie so große Fortschritte in der Theologie gemacht, daßsie beide noch sehr jung eines Bisthums bei den pontischen Gemeindenfür würdig gehalten wurden.

Ginunddreißigstes Hauptstück.

Von Afrikanus.

Damals war auch Afrikanus, der Verfasser der Schrift Eesti(2)betitelt, berühmt. Es ist ein Brief von ihm an Origenes vorhanden,worin er die Geschichte der Susanna bei Daniel als unecht und erdichtetbezweifelt und worauf Origenes auf das ausführlichste antwortet. Voneben demselben Afrikanus haben wir noch S Bücher einer mit sehr vielFleiß ausgearbeiteten Chronik. (3) Er sagt darin, er habe eine Reisenach Alexandrien gemacht, bewogen dazu durch den großen Ruf desHeraklas, von dem wir erzählt haben, daß er in der Philosophie undin den andern Wissenschaften der Griechen sich sehr ausgezeichnet habe,und daß ihm das Bisthum an die dortigen Gemeinde übertragen wor-den sey. Sodann ist noch ein anderer Brief von ihm an Aristides vor-handen über die vermeinte Verschiedenheit in den Genealogien Christibei Matthäus und Lukas. Er zeigt in demselben die Uebereinstimmungder Evangelisten auf das deutlichste aus einer Nachricht, die sich bisauf ihn erhalten und die ich schon früher an ihrem gehörigen Orte imersten Buche (ä) der vorliegenden Geschichte mitgetheilt habe.

Iwei und dreißig st es Hnnptßüek.

Welche Auslegungen Origenes zu Cäsaren in Palästina geschrieben.

Um diese Zeit schrieb Origenes seine Erklärungen zu JesaiaS, sowie auch zu Ezechiel. Hievon sind bis zum dritten Theile des Jesaias,

Hauptschulc des römischen Rechts, hörte sodann mit seinem Bruder und mit Firmilianus diephilosophischen Vorträge des Origenes zu Cäsaren und wurde von letzterem zum Christen-thum bekehrt. Bei seiner Abreise hielt er vor zahlreicher Versammlung eine schöne Dank-rcde an Origenes. Er wurde in seiner Abwesenheit vom Bischof Phaidinus von Amaseszum ersten Bischof von Ncu-Cäsarea gemacht, wo er nur 17 Christen fand, bei seinemTode aber nur 17 Heiden hinterlassen haben soll.

(1) Unter den letztem ist das römische Recht verstanden.

l2) Cestus ist eigentlich ein bunter, gestickter Gürtel, d. i. nach der damaligen affektir-ten Art, sonderbare Titel zu mache», Mannigfaltigkeiten; übrigens ist nicht nurzweifelhaft, ob diese Worte von Eusebius sind, sondern auch, ob nur diese Schrift einWerk dieses Afrikanus ist, er müßte sie denn, ehe noch seine Denkart entschieden demChristcnthum sich zugewandt, verfaßt haben.

(3) Diese ist nicht mehr vorhanden, aber wir finden sie, da dieselbe von den folgendenChronologen wie Eusebius, Synallus ?c. fleißig benutzt wurde, einigermaßen in deren chro-nologischen Werken wieder.

(4) Hauptst. S.