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Kirchengeschichte
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222 GordiaunS. I. Ch. 236. Anterus 18ter Bischof zn Rom.^

Ncnuund^wan^igstes Hanptstuck.

Von Fabianus, wie cr von Gott auf eine wunderbare Weise zum römischen^ Bischof erklärt worden.

Nachdem Maximums Gordiauus die Regierung des römischen Rei-ches überkommen hatte, so wurde Anterus der Nachfolger des Pontianus,welcher 6 Jahre den Bischofssitz zn Rom inne gehabt hatte, bekleideteaber nur einen Monat dieses Amt, worauf ihm Fabianus nachfolgte.Dieser soll nach dem Tode des Anterus nebst mehreren andern vomLande hereingekommen seyn, und sich zu Rom aufgehalten haben, aberdaselbst auf die wunderbarste Weise durch die himmlische und göttlicheGnade zum Bisthum gelangt seyn. Wie nämlich sämmtliche Brüderwegen der Wahl eines künftigen Bischofs in der Gemeinde versammeltwaren und sehr viele berufene und angesehene Männer der Menge inGedanken vorschwebten, so war auch Fabianus anwesend, aber ohne daßJemand an ihn gedacht hätte. Da flog auf einmal, wie man sagt,eine Taube unversehens von der Höhe herab, setzte sich auf das Hauptdes Fabianus und gab so eine Nachbildung der Herabfahrt des heiligenGeistes, welcher in Gestalt einer Taube über unfern Erlöser gekommen.Darüber wurde das ganze Volk wie von Einem göttlichen Geiste zumalbewegt, alle erkannten ihn mit großer Freudigkeit unter einstimmigemZurufe des Bisthums für würdig, nahm ihn sodann ohne Verzug undsetzte ihn auf den bischöflichen Stuhl. Um diese Zeit verließ auch Zebi-nus, der Bischof von Antiochien, die Welt und Babylas wurde seinNachfolger. Zu Alexandrisn überkam nach Demetrius, welcher äZ Jahrelaug Bischof gewesen, Heraklas diese Würde. Die dortige Katecheten-Schule aber wurde dem Dionysius (b) übertragen, der ebenfalls einer vonden Schülern des Origenes war.

WreißiZstes HanpLftü ck.

Von den Schülern des Origenes.

Während QrigeneS sein Lehramt zu Cäsarea fortsetzte, kamen nichtbloß von den Einheimischen viele zu ihm, sondern er hatte auch sehrzahlreiche Schüler aus fremden Ländern, welche ihr Vaterland verlassenhatten. Unter diesen sind uns als die ausgezeichnetsten bekannt Theo-doras, welches eben der zu unserer Zeit so berühmt gewordene BischofGregorius ist, (2) und sein Bruder Athenodorus. Diese beschäftigten

^ Fabianus tgtcr Bischof zu Rom.

(t) Dieser gelehrte Mann wurde in der Folge Presbyter und zuletzt Bischof zu Alexan-drien. Eusebius führt ihn in diesem und dem folgenden Buche häusig an; von seinen Wer-ken hat sich aber außer einigen Bruchstücken Nichts erhalten.

(2) Mit dem Beinamen der Wunderthciter oder der Große. Der Sohn reicher Elternaus Cäsarea in Kappadocien studirte cr zuerst zu Athen, zu Alexandria und zu Bcrytus, einer