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Kirchengeschichte
Entstehung
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204
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20-t Karakalla. Jahr ChristuS 21Z. Zophyrinus.

Christi, der seligen Gemeinde zu Antiochien seinen in dem Herrn. DerHerr hat mir zur Zeit meiner Gefangenschaft meine Fesseln leicht underträglich gemacht dadurch, daß ich erfahren habe, daß der tugendhafteAsklepiades nach Verdienst seines Glanbens durch die göttliche Vorsehungdas Bisthnm bei eurer heiligen Gemeinde zu Antiochien überkommen hat."Er bemerkt dabei, daß er diesen Brief durch KlemeuS abgeschickt habe, wönuer am Schlüsse desselben also schreibt:Diesen Brief, meine Herrn (1) Brn-der, schicke ich euch durch den seligen Presbyter Klemens, (2) einen tugend-haften und bewährten Mann, den ihr schon kennt und noch näher kennenlernen werdet. Er ist nach der Fügung und dem Willen des Herrn hiergewesen und hat die Gemeinde des Herrn gestärkt, ihre Kenntniß erweitert."

Zwölftes Hauptstück.

Von Serapion und seinen noch vorhandenen Schriften.

Von der schriftstellerischen Thätigkeit des Serapion sind wahrschein»licherweise bei Andern noch verschiedene andere Denkmäler übrig; uns abersind nur folgende bekannt geworden: ein Aufsatz an einen gewissen Dom-ninns, der znr Zeit der Verfolgung vom christlichen Glanben zur jüdischengeistlichen selbst erwählten Heiligkeit abfiel. Briefe an Pontius und Kari-kns, zwei rechtgläubige Männer, und noch andere Briefe an Andere. Ueber-dieß ist auch noch eine Schrift über das sogenannte Evangelium Petri (5) vonihm vorhanden, welche er zu Widerlegung des darin enthaltenen Falschenwegen einiger Mitglieder der Gemeinde zn Rvssus(4) verfaßt hat, die ausVeranlassung des gedachten Buches auf falsche Lehren verfallen waren. Ichhalte es für zweckmäßig," einige wenige Worte, worin er seine Ansicht vondiesem Buche darlegt, aus dieser Schrift anzuführen.Wir, meine Brü-der," heißt eS darin,nehmen Petrus und die andern Apostel so gut an,als Christum, die ihnen fälschlich zugeschriebenen Schriften aber verwerfenwir als Sachverständige, indem wir wohl wissen, daß wir dergleichen nichtgelehrt worden sind. Denn als ich bei euch war, glaubte ich, daß ihr Alle denrechten Glauben haltet, wcßhalb ich denn, ohne das mir vorgelegte, deu

(t) Wenn in den frühern Zeiten des römischen Staats das WortHerr" nur imLcrhältniß zum Sklaven gebraucht wurde, so finden wir es in den Zeiten der Kaiser alsEhrenwort gebraucht (man vergleiche Epikct K. 40), als welches es namentlich auch dieGeistlichen von einander gebrauchten.

(2) Hieronymus glaubt, daß Alexander hier vom alerandrinischen Klemens rede. Ge-wiß ist es, daß Klemens bis zu den Zeiten des Severus gelebt und sich in den dortigenGegenden aufgehalten hat, wie er selbst im ersten Buche seiner vermischten Abhandlungenbezeugt. Außerdem war er auch ein Freund Alexanders, dem er das Buch von der Kir-chcnrcgcl oder wider die Jüdischgesinnicn zugeschrieben, wie Eusebius unten Hauptstück 13.schreibt. Wales! us.

(Z) Man sehe von diesem apokryphischen Evangelium Petri oben Buch 3, HauptstückZ. und 23. Es versteht sich von selbst, daß hier nicht vom Evangelium Marci die Redeist, welches sonst von einigen Alten auch das Evangelium Petri genannt wurde.

(4) Eine Stadt in Cilicien.