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Kirchengeschichte
Entstehung
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,9k Severus. Jahr Christus 205. ZephyrinuS.falls viele Proben eines philosophischen Lebens und eines praktischenChristenthnms bei ihm abgelegt hatte, nach Demetrius des Bisthums zuAlexandrien für würdig gehalten wurde. Origenes war in seinem Igten Jahre,als er Vorsteher der katechetischen Schule wurde, wo er auch wahrend derVerfolgungen unter dem ale.randrinischcn Statthalter Aqnilas vielen Nutzenstiftete. Damals erwarb er sich durch die Gefälligkeit und Dienstfertigkeit,welche er gegen alle heiligen Märtyrer, bekannte und unbekannte, bewies,bei allen Gläubigen einen großen Namen. Denn er war nicht nur im Ge-sängniß oder so lange das Endnrtheil noch nicht über sie gesprochen war,sondern auch wenn sie nach diesem zum Tode geführt wurden, bei den heili-gen Märtyrern und bewies dabei eine große Freiürüthigkeit und ging denGefahren gerade entgegen, daher er denn auch, wenn er muthig hinzutratund die Märtyrer furchtlos mit einem Kusse begrüßte, mehr als einmalvon dem herumstehenden wüthenden heidnischen Pöbel beinahe gesteinigtworden wäre, wenn ihn nicht die Hand Gottes, unter dessen Schutze er einfür allemal stand, auf eine wunderbare Weise gerettet hätte. Dieselbehimmlische Gnade Gottes beschützte ihn auch sonst bald da bald dort un,zähligemale, da ihm damals wegen seines ungemeinen Eifers für die gött-liche Lehre und wegen seiner Freimüthigkeit nachgestellt wurde. Es herrschteaber eine solche Erbitterung wider ihn unter dem Ungläubigen, daß sie sichzusammenrotteten und Soldaten vor das Haus, wo er sich aufhielt, hin-stellten, wegen der Menge derjenigen, welche in den Anfangsgründen desheiligen Glaubens Unterricht bei ihm hatten. Die Verfolgung entbrannteaber Tag für Tag mit solcher Heftigkeit gegen ihn, daß ganz Alexandriennicht mehr groß genug für ihn war, sondern er von einem Hause in dasandere weichen mußte und allenthalben fvrtgetrieben wurde wegen der großenAnzahl derjenigen, welche durch ihn die göttliche Lehre annahmen, znmalda auch sein sittliches Betragen die herrlichsten Früchte der echtesten Philo-sovhie enthielt. Sein Leben entsprach, wie man zu sagen pflegt, seinemReden und seine Reden seinem Leben. Dadurch namentlich bestimmte erunter der Mitwirkung der göttlichen Kraft Unzählige zu seiner Nacheiferung.Wie Origenes sah, daß die Zahl seiner Schüler immer mehr zunahm, sohielt er, da ihm allein der Unterricht an der katechctischen Schule von demBischof Demetrius anvertraut war, den Unterricht in den Fächernder Grammatiker fernerhin für unverträglich mit der Unterweisung imChristenthum. Er gab daher ohne Bedenken den erstern als unnütz undden Unterweisungen im Christenthum entgegen auf. Sodauu verkaufteer aus guten Gründen, um keiner Unterstützung von Seiten Anderer be-nöthigt zu seyn, alle seine einst mit so warmer Liebe von ihm gelesenenSchriften der Alten und begnügte sich täglich mit 4 Obolen, (1) die ihmder Käufer derselben verabfolgen mußte. Auf diese Art brachte er vieleJahre in beständiger Beschäftigung mit der Philosophie hin und entzog sich

(t) Ein OboluS betrug ungefähr 10'/, Pfenning.