KommoduS. Jahr Christus 186 Clcntherus. 177
„als ihresgleichen, sondern werden, ohne Gemeinschaft mit ihnen gepflogen„zuhaben, vollendet, weil sie auf keine Weise dem Geiste des Montanus„und seiner Weibspersonen beistimmen wollen. Und daß dieß wahr sey,„erhellt aus dem, was sich zu unserer Zeit zu Apamca am Mäander mir„denjenigen, die mit Kajus und Alexander aus Eumenea(l) den Märtyrer'„tod erlitten, zugetragen hat.
Siebzehntes H a u p t st ü ck.
Von Miltiades und seinen Schriften.
In demselben Buche erwähnt er auch eines Schriftstellers Miltiades,daß dieser ebenfalls eine Schrift gegen die vorhin genannte Sekte verfaßthabe. Er führt nämlich Worte der Montanisten an und sagt sodann:„Dieß habe ich in einer ihrer Schriften, die sie gegen eine Schrift unseres„Bruders Miltiades gerichtet haben, worin derselbe zeigt, daß ein Prophet„nicht in Ekstase reden dürfe, gefunden und in einen Auszug gebracht."Etwas weiter unten zählt er in demselben Buche Alle auf, welche im neuenTestamente geweissagt haben, unter welche er auch eine gewisse Ammiaund den Quadratus rechnet. Seine Worte sind folgende: „Der falsche„Prophet, dem Frechheit und Unverschämtheit zur Seite gehen, fängt„in seiner falschen Ekstase mit einer freiwilligen Unwissenheit an und geht„zuletzt, wie schon gesagt, rn eine unwillkürliche Raserei über. Allein sie„werden weder einen Propheten des allen, noch des neuen Testaments an-„zuführen vermögen, der auf diese Art vom Geiste ergriffen worden wäre,„noch werden sie weder auf einen Agabus, noch einen Judas, noch einen„Silas, noch die Tochter des Philippus, noch die Ammia in Philadelphia,„noch einen QuadratuS, noch irgend einige Andere, die sie nichts angehen,„sich berufen können." Kurz darauf heißt es sodann weiter: „Wenn, wie„sie sagen, nach Quadratus und Ammia in Philadelphia die Weiber in der„Gesellschaft des MontannS die prophetische Gabe überkommen haben, so„mögen sie uns doch auch diejenigen unter ihnen zeigen, auf welche dieselbe„von Montanus uud den Weibern übergegangen ist. Denn es lehrt der„Apostel, daß die Gabe der Weissagung bis zur völligen Erscheinung des„Herrn in der ganzen Kirche bleiben müsse; aber sie dürften dieß wohl nicht„zeigen, obgleich das vierzehnte Jahr seit dem Tode der Maximilla„verflossen ist." So weit dieser. Der von ihm erwähnte Milciadeö batuns auch noch andere Denkmäler seines außerordentlichen Fleißes in derTheologie hinrerlasscn in den Büchern, die er gegen die Griechen, und indenen, die er gegen die Juden geschrieben hat. Beide Schriften sind in jezwei Büchern abgefaßt. Ueberdieß hat er auch eine Schntzschrift für die
(t) Eine Stad: in Rordphrygicn.Eusebius Kirchengcschichic.
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