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Kirchengeschichte
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170
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170 Kommodus. Jahr Christus t8l. EleuthernS.

»wovon der eine-in Assyrer,(1) der andere, vvn hebräischer Abkunft, inPalästina war. Bei dem letzten, den ich traf, der aber seinen Kenntnissennach der erste war, und welchen ich in Aegypten, wo er versteckt war, auf-sparte, bin ich stehen geblieben. Diese Männer, welche die treue Ueber-lieferung der beseeligenden Lehre bewahrt haben, die sie unmittelbar vonPetrus, JakobuS, Johannes und Paulus, diesen heiligen Aposteln, wieein Kind von seinem Vater, überkommen haben (wiewohl sonst nur wenigeKinder ihren Vätern ähnlich sind) reichten mit der Hülfe Gottes bis in»unsere Zeiten herein, um jenen altväterlichen apostolischen Saamen beiuns niederzulegen."

Zwölftes Hanptstück.

Von den Bischöfen zu Jerusalem.

Ein Zeitgenosse dieser Männer war der noch weit und breit berühmteBischof zu Jerusalem, NarcissuS, welcher seit dem jüdischen Krieg-unter Adrian der ISte in der Nachfolge der dortigen Bischöfe war. Daßseit diesem Zeitpunkte zuerst die dortige Gemeinde aus Heiden sich gebildethabe, nach denen aus der Beschneidung, und daß als der erste Bischof ausden Heiden Markus der dortigen Gemeinde vorgestanden, haben wir be-reits erwähnt. (2) Als seinen Nachfolger nennen die dortigen Successions-verzeichnisse den Kassianus, nach diesem den Publius, sodann den Mari-mus, hierauf den Julianus, sodann weiter den Kajus, dann den Sym-machus und nach diesem einen zweiten Kajus, dann wiederum einen Julia-nus, worauf noch Kapito,(Z) Valens und Dolichianus folgen und endlichNarcissuS, der in der ganzen Reihenfolge nach den Aposteln der dreißigstewar.

Dreizehntes H a u p t st ü ck.

Bo» Rhoden und der Nichtübereinstimmung der Mareioniten, deren er gebeult.

Um diese Zeit verfaßte auch Rhodvn aus Asien, der, wie er selbst sagt,zu Rom den Unterricht des früher genannten Tatianus genossen, verschiedeneSchriften und zog, gleich den übrigen , auch gegen die Sekte Mareions zuFelde. Er berichtet vvn derselben, sie haben sich zu seiner Zeit in ver-schiedene Lehrmeinungen gespalten, nennt diejenigen, welche diese Spaltung

(1) Einige glauben, es sey unter dem Assyrer Bardesanes, andere, es sey LatianuSverstanden.

(2) Oben 4, 6.

(3) Ganz richtig bemerkt Du Balms, daß hier zwei Namen ausgelassen sind, dennhier sind nur l3 angegeben, da es doch nach dem Eusebius selbst sey» sollen. Eusebiusnennten seiner Chronik beim I. vor dem Valens auch noch den Maximus und Anto-»inus. Stroth.