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Kirchengeschichte
Entstehung
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166
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166 M. Aurel,»?. Jahr Christus 179. Cleutherus.

jemand betrugt, noch Geld sich zu verschaffen sucht, sondern gleichwiesie die Gaben dazu umsonst von Gott empfangen hat, also theilt sie die-selben auch umsonst mit." Und an einer andern Stelle (1) schreibt der-selbe Irenaus:Wie wir denn hören, daß viele Brüder in der Kircheprophetische Gaben besitzen, mit mancherlei Zungen durch den Geist redenund das Verborgene zum Nutzen der Menschen offenbar machen und dieGeheimnisse Gottes auslegen." So weit davon, daß verschiedene Wnnder-gaben sich bei denen, welche derselben würdig waren, bis auf den in Redestehenden Zeitpunkt erhalten haben.

Achtes Hauptstück.

Wie Zrcnäus der heiligen Bücher Meldung thut.

Da wir im Anfange unseres Werkes das Versprechen gegeben haben,zu seiner Zeit diejenigen Stellen der Kirchenaltesten und Schriftsteller an-zuführen , worin sie die auf sie gekommene Ueberlieferung von denkanonischen Schriften niedergelegt haben und auch Irenaus zu diesen ge-hört, so wollen wir die Stellen ans ihm hier mittheilen und zwar zunächstdiejenigen, welche auf die Evangelien Bezug haben und also lauten:Mat-thäus hat unter den Hebräern ein in ihrer Muttersprache verfaßtes Evan-gelium herausgegeben, da Petrus und Paulus in Rom das Evangeliumpredigten und die Kirche gründeten. Nach ihrem Hinscheiden hat Markus,der Jünger und Dollmetfchsr des Petrus, uns ebenfalls das, was dieservorgetragen, in einem Aufsatz schriftlich hinterlassen. Lukas, der Beglei-ter des Paulus, hat das von diesem gepredigte Evangelium aufgeschrieben.Endlich hat Johannes, der Jünger des Herrn, der an seiner Brust gelegen,sein Evangelium herausgegeben, während er zu Ephesns in Asien sich auf-hielt." Dieß erzählt JrenäuS im dritten Buche seiner oben erwähntenSchrift. Im fünften äußert er sich über die Offenbarung des Johannes undüber Namenszahl des Antichrists folgendermaßen:Da dieß sich so ver-hält und in allen genauen alten Abschriften die Zahl so sich findet undselbst diejenigen, welche den Johannes von Angesicht gesehen haben, dafürzeugen, auch die Vernunft es schon lehrt, daß die Zahl des Namens desThiers nach der griechischen Zählungsweise durch die darin enthaltenenBuchstaben ausgedrückt ist" (2) Sodann spricht Jrenäus über denselbenGegenstand etwas weiterhin also:Wir wollen es nun nicht wagen, vondem Namen des Antichrists etwas mit Zuverlässigkeit (Z) zu behaupten.

(11 Im ötcn Buche nicht weit vom Anfang. ,

(2) Hier fehlt abermals der Nachsatz, der so lautet:So begreife ich nicht, wieeinige so haben irren können, daß sie von der Mittlern Zahl öh abgezogen und für 6 Zehnernur einen Zehner haben wollen." Man liest nämlich in einigen Handschristen 616 für 666und dieß schon zu Irenaus Zeit, der es für einen Schreibfehler hielt. Stroth.

(3) Kurz vorher hatte nämlich Irenaus die Namen Evanthas, Latcinos und Teitanals solche angeführt, die die Zahl 666 enthielten.