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Kirchengeschichte
Entstehung
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165
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M. AureliuS« Jahr Christus 179. CleuthernS. IVS

Siebentes Haupt stück.

Wie noch bis auf die damaligen Zeiten durch die Gläubigen Wundertaten

verrichtet worden.

Dieß erzählt JrenäuS in Übereinstimmung mit dem, was schon frühervon uns angeführt worden ist, in seinen 5 Büchern, denen er die Uber-schriftWiderlegung und Umsturz der fälschlich sogenannten Erkennt-niß"(b) gegeben hat. Im zweiten Buche derselben Schrift berichtet er,daß noch bis auf seine Zeit Beispiele der göttlichen wunderthätigen Kraftin einigen Kirchen sich erhalten haben , folgendermaaßc« :Es ist aber soweit gefehlt, daß sie einen (2) Todten auferwecken können, wie der Herrsie auferweckt hat und die Apostel durch Gebet und wie häufig in der Brü-dergemeinde, wenn die ganze Gemeinde des Orts nothweudiger Ursachenwegen unter vielem Fasten und Gebet darum flehte, der Geist des Voll-endeten zurückgekehrt und der Mensch dem Gebete der Heiligen geschenktworden ist/' Und etwas weiterhin fährt er so fort: (5)Wenn sie abersagen sollten, daß der Herr dergleichen nur durch ein Blendwerk verrichtethabe, so wollen wir sie zu den Aussprüchen der Propheten führen undihnen daraus zeigen, daß alles in Betreff seiner so vorausgesagt wordenist und gewißlich sich ereignet hat und daß er allein der Sohn Gottesist. Daher verrichten auch seine wahren Jünger, welche von ihm die Gabeerhalten haben, in seinem Namen zum Wohle der übrigen Menschen dieThalen, wozu ein Jeder die Gabe von ihm bekommen hat. Denn Einigevon ihnen treiben wirklich und wahrhaftig Dämonen aus, so daß auchöfters diejenigen selbst, welche von den bösen Geistern befreit wurden, ge-glaubt haben und in der Kirche geblieben sind; Andere besitzen ein Vor-auswissen der Zukunft, haben Erscheinungen und vermögen prophetischeAussprüche zu thun, noch Andere heilen Kranke durch Auflegung der Händeund machen sie dadurch wieder ganz gesund. Ja es sind sogar schon, wieich bereits erwähnt habe, Todte auferweckt worden, welche hernach nochviele Jahre unter uns gelebt haben. Kurz, man kann die Wunder nichtzählen, wozu die Kirche allwärts das Vermögen von Gott empfangen hat,jund welche sie im Namen Jesu Christi, des unter Pontius Pilatus Ge-kreuzigten, zum Besten der Heiden tagtäglich verrichtet, womit sie weder

(t) Im 57stcn Hauptst.

(2> Da diese Stelle ganz außer dem Zusammenhange hier steht, und thcils das Sub-jekt fehlt, wovon gesagt wird, es scy weit gefehlt, daß sie cincnTodtcn aufer-te c ck c n konnten, theils der Rachsatz von den Worten: Es istabersowcitgc-fehlt tc,, so wird die ganze Stelle dadurch dunkel und ich finde näthig, das Fehlende zuergänzen. Irenaus sagt im'Vorhergehenden, die Anhänger des Simon und Karpokratesund andere, die sich Wunder zu verrichten rühmten, thätcn es nicht durch Gottes Kraft,noch zum Besten der Menschen, sondern zu ihrem Verderben, durch magische Blendwerke.Es wären also auch keine wahren Wunder, denn sie könnten sie nicht verrichten; sie könn-ten keinen Blinden sehend mache» und es scy so weit gefehlt, daß sie Todte erwecken könn-ten daß sie gar nicht einmal glaubten, daß eine Auferstehung überhaupt möglich sey,sondern sie nannten die Erkenntnis! dessen, was ihnen Wahrheit heiße, Auferstehung von denLobten. Stroth.

l.3) Im SLsten Hauptst. Jrenäu» redet hier noch vo» eben diesen Ketzern.