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Kirchengeschichte
Entstehung
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160
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IK0 M. Aurelius. Jahr Christus 178. Clontherus.

»Benennung Glanbenszeugtn aber verboten sie sich von den Brüdern, vollder Furcht Gottes." Kurz darauf fahren sie weiter so fort : Sie demüthig-teu sich unter die gewaltige Hand, von der sie jetzt hinlänglich erhöht sind.Alle vertheidigten sie damals, Niemanden klagten sie an, alle lösten sie,'Niemanden banden sie und beteten für die, welche ihnen das Böse bereite-ren, wie einst Stephanns, der vollkommene Märtyrer: Herr, rechne ihnendiese Sünde nicht an.(1) Wenn dieser aber für diejenigen bat, welche ihnsteinigten, wie viel mehr für seine Brüder?" Bald darauf heißt es sodannweiter:Das war ihr größter Kampf gegen den Widersacher, den sie ausechter Liebe übernahmen, daß die Bestie gewürgt wurde und diejenigen,welche er schon verschlungen zu haben glaubte, wieder lebendig von sichgeben mußte. (2) Denn sie erlaubten sich keinen wegwerfenden Stolz gegendie Gefalleneu, sondern theilten von dem, woran sie Ueberfluß hatten,den Dürftigen mit, waren voll mütterlichen Mitleidens und vergossenihretwegen viele Thränen vor dem himmlischen Vater. Sie hatten umLeben gebeten und Gott ihnen solches gegeben: auch dieses theilten sie mitihren Nächsten und gingen in allen Stücken als Sieger zu Gott. Sie,die den Frieden geliebt, die den Frieden immer empfohlen hatten, gingenin Frieden zu Gott und hinterließen der Mutter (Z) keinen Kummer, denBrüdern keine Uneinigkeit noch Krieg, sondern Freude, Friede, Einträchtig-keit und Liebe." Die Anführung dieser Stelle von der Liebe jener seligenMärtyrer zu den Gefallenen habe ich wegen der unmenschlichen und lieb-losen Gesinnung derjenigen, welche später schonungslos gegen die GliederChristi verfuhren, (ä) für nützlich erachtet.

Drittes Hauptstuck.

Was für eine Erscheinung der Märtyrer AttaluS im Traum gehabt.

Eben dieser Brief, welcher die vorhin gedachten Märtyrer betrifft, ent-hält auch noch eine andere bemerkenswerthe Geschichte, welche ich, ohne daßes mir jemand verdenken wird, zur Belehrung meiner Leser hersetzen will.Sie lautet also:Einer von ihnen, mit Namen Alcibiades, hatte immereine sehr strenge Lebensweise geführt und früher gar nichts , als Brod undWasser genossen. Da er nun auch im Gefängnisse diese Lebensweise fort-zusetzen versuchte, so wurde dem Attalus nach dem ersten Kampfe, den erim Amphitheater gekämpft hatte, geoffenbart, daß Alcibiades Unrecht thue,daß er das, was Gott geschaffen, nicht genieße und dadurch Andern Anlaß

(1) Apostclg. 7, 60.

(2) D. i. Sic gaben sich alle Mühe, die Gefallenen wieder zurück und zum Bekcnnt-niß zu bringen und sie also den Rachen des Teufels zu entreißen. Stroth.

(3) Der Gemeine.

(4) Eusebius zielt hier auf die Novatiancr, welche behaupteten, daß durchaus keineGefallenen wieder zur Kirchcngemeinschast zugelassen werden dürfen. Man sehe 6, 43unserer Kirchengesch.