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Kirchengeschichte
Entstehung
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159
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M. Aurelms. Jahr Christus 173. Clentherus. 159wäre. Und dieß thaten sie, als vermöchten sie mehr als Gott und alswären sie imStande, sie des Wiederauflebens zu berauben. Sie sollten, wiesie sich ausdrückten, keine Hoffnung der Wiedcrauferstehung haben, aufwelche vertrauend sie eine neue, unbekannte Religion bei ihnen einführtenund mit Verachtung aller Qualen willig und mit Freuden in den Todgingen. Nun wollen wir sehen, ob sie auferstehen werden und ob ihr Gottihnen helfen und sie aus unfern Händen erretten kann."

Zweites Hauptstück.

Wie die gottgclicbte» Märtyrer gegen die in der Verfolgung Gefallenenfreundschaftlich und hülfrcich sich bezeigt.

Solches widerfuhr den Gemeinden Christi unter der Negierung desvorhin genannten Kaisers.(1) Man kann daraus das, was in den andernProvinzen geschehen ist, durch einen sehr natürlichen Schluß abnehmen.Ich halte es der Mühe wcrth, an dieses noch einige andere Stellen ausdemselben Briefe anzuknüpfen, welche die Bescheidenheit und die Menschen-freundlichkeit der erwähnten Märtyrer in folgenden Worten beurkunden:Sie waren so sehr Nacheiferer und Nachahmer Christi, welcher, da er ingöttlicher Gestalt war, es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zuseyn,(2) daß sie, wiewohl sie einen so großen Ruhm erlangt hatten undnicht bloß ein- oder zweimal, sondern oftmals Zeugen gewesen undvon den wilden Thieren weg wieder in das Gefängniß gebracht wordenwaren und Brandmale, Blutstriemen und Wunden an ihrem ganzen Kör»per trugen, dennoch weder sich selbst für GlaubenSzeugen ausgaben, nochsie so zu nennen uns erlaubten, sondern jeden von uns nachdrücklich straf»ten, der ihnen in einem Briefe oder im Gespräche den Märtyrernamenbeilegte. Denn gern überließen sie diesen Christo, dem getreuen und wahr-hafligen Zeugen, dem Erstgebornen aus den Tobten (Z) und dem Fürstendes himmlischen Lebens und gedachten der Märtyrer, die bereits abge-schieden waren und sagten: Jene sind schon Märtyrer, welche Christusim Vekenntniß der Aufnahme gewürdigt und deren Zeugniß er schon durchihren Ausgang besiegelt hat, wir aber sind nur mittelmäßige und geringeBekenner. Zudem baten sie die Brüder unter Thränen, sie möchten in-brünstig für sie beten, daß sie zur Vollendung gelangen möchten. DieMärtyrertugend zeigten sie zwar durch die That, indem sie allen Heidengegenüber eine große Freimüthigkeit bewiesen und ihren edlen Sinn durchStandhaftigkeit, Furchtlosigkeit und Unerschrockenheit beurkundeten, die

(t) Eusebius scheint hier unter dem Kaiser noch immer den Lucius Berus zu ver-stehen, dcgcn Tod er im Vorhergehenden nicht gemeldet hat. Man sehe zur Bestätigungdieser Meinung unter den Schluß des 4ten und den Anfang des ölen Hauptst. Stroth.(2) Philip. 2, L.

(Z) Offenb. 1, S.