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Kirchengeschichte
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152 M. Aurelius. Jahr Christus 173. Eleutherus.

seines Vaterlandes, statt seines Herkommens und jedes andern Punktes,ohne daß die Heiden einen andern Laut von ihm gehört hätten. Dießerregte eine große Erbitterung wider ihn bei dem Statthalter und bei seinenPeinigern. Sie legten ihm daher, da sie nichts mehr wußten, was sieihm anthnn sollten, zuletzt glühende Metallblättchen auf die empfiudlich-sten Theile des Körpers. Diese wurden nun zwar angebrannt, alleinSanctns blieb ungebeugt, wankte nicht und beharrte fest auf seinem Be-kenntniß, von der himmlischen Quelle des Lebenswassers, das aus demHerzen Christi ausströmt, bcthaut und erkräftigt. Sein Körper indeß warZeuge dessen, was er erduldet: er war Eine Wunde und Eine Blutstrieme,überdies; völlig zusammengeschrumpft und hatte alle menschliche Ge-stalt verloren. Christus aber, der in ihm gelitten hatte, verherrlichtesich sehr an ihm, indem er den Widersacher zu Boden schlug und denklebrigen ein Beispiel zeigte, daß nichts furchtbar ist, wo die Liebe des Vaters,nichts schmerzhaft, wo die Herrlichkeit Christi ist. Denn als die Gott-losen nach Verfloß einiger Tage den Märtyrer aufs Neue folterten undglaubten, sie würden entweder, weil die Wunden aufgeschwollen und ent-zündet waren, so daß er nicht einmal das Berühren mit der Hand ertra-gen konnte, wenn sie die nämlichen Martern bei ihm anwenden würden,seiner Herr werden können, oder er würde, wenn er auf der Folter stürbe,den klebrigen Furcht einjagen, so geschah nicht allein nichts von diesem beiihm, sondern «s wurde vielmehr gegen alle Menscheuerwartung bei Wie-derholung der Martern sein Körper wieder gerade und aufrecht und erbekam seine vorigeGcstalt und den Gebrauch der Glieder wieder, sodaßseiuezweite Folter keine Peinigung, sondern durch die Gnade Christi eine Hei-lung für ihn wurde. Eine gewisse Biblias befand sich unter denjenigen,welche den Glauben verleugnet hatten. Der Satan glaubte sie schon ver-schlungen zu haben, wollte aber auch noch durch Lästerung (1) ihre Ver-dammniß bewirken; er ließ sie daher zur Folter führen, um sie als einebereits schwache und muthverlasscne Person zu zwingen, die uns zur Lastgelegten Verbrechen zu bestätigen. Allein sie kam auf der Folter wiederzur Besinnung, wachte, so zu sagen, von einem tiefen Schlafe wieder auf,erinnerte sich unter der zeitlichen Strafe der ewigen Pein in der Hölle undwidersprach den Lästerern geradezu und sagte:Wie sollten diese LeuteKinder essen, welche nicht einmal dasBlnt(2) vernunftlvser Thiers genießendürfen?" Sodann bekannte sie sich als eine Christin und wurde der anser-wähltcn Schaar der Märtyrer beigesellt. Da nun alle diese tyrannischenStrasmittel von Christus durch die Staudhaftigreit der Märtyrer uuwirk-sam gemacht worden waren, so ersann der Teufel andere Kunstgriffe,

antwortete er: Ich bin ein Christ. Was hast du für ein Gewerbe? Antwort: Ick)bin ein Christ. Wer sind deine Eltern? Antwort: Ich bin ein Christ. Unddiese Antwort gab er auf jede Frage."

(1) D. h. dadurch, daß sie die den Christen zur Last gelegten Verbrechen und Schand-thaten als wahr bekannte.

(2) Nach Apostelgcsch. t5, 23.