AurclmS. Jahr Christus 170. Soter. 13!)
»ritaner, Sadducäer und Pharisäer.« Er schreibt auch noch sehr viel Au-„dereö, welches wir theilweise schon früher an einem passenden Orte in dieser»Geschichte beigebracht haben. Er führt auch MehrereS aus dem Evange-lium der Hebräer und aus dem Syrischen, so wie aus der hebräischenSprache an und gibt dadurch deutlich zuerkennen, daß er ein Gläubigeraus dem Jndenthum sey. Sodann bemerkt er noch Mehreres aus einermündlichen jüdischen Ueberlieferung. Nicht allein er, sondern auch Irenausund die ganze Schaar der Alten nannten die Sprichwörter SalomonS einealle Tugend in sich enthaltende Weisheit. In Betreff der sogenanntenApokryphen berichtet er, daß einige derselben erst zu seiner Zeit von einigenKetzern geschmiedet worden seyen. Doch gehen wir seht zum Audern über.
Dreiund^W gütigstes Haupt stück.
Von Dionysius, Bischof von Äorinth, und den Briefen, die er geschrieben.
Zuerst muß ich von Dionysius reden, welcher den Bischofssiuhl derGemeinde zu Korinth eingenommen und seine gottvolle Thatigkeit nicht bloßauf seine eigene Gemeinde, sondern anch auf fremde in reichlichem Maßeausgedehnt und sich durch die katholischen Briefe, (1) welche er an verschiedeneGemeinden verfaßte, um alte ein sehr großes Verdienst erworben hat. Einerderselben ist an die Laudamonier gerichtet und enthält theits Unterricht inder rechtgläubigen Lehre, theils Ermahnungen zur Einigkeit und zumFrieden; ein anderer an die Athener, voll Aufmunterungen zum Glaubenund zu einem evangelischen Wandel. Er macht ihnen darin Vorwürfe, daß siedenselben vernachlaßigt hätten, ja, beinahe vom Glauben ganz abgefallenseyen, seitdem ihr Bischof Publius in den damaligen Verfolgungen denMärtyrertvd gefunden. Er gedenkt darin auch des Quadratus (2), dernach dem Märtyrerthum des Publius ihr Bischof geworden, daß durchseinen Eifer die Gemeinde sich wieder gesammelt und neue Erkräftigungim Glauben bekommen habe. Auch bemerkt er darin, daß Dionysius derAreopagite, welcher der Erzählung der Apostelgeschichte zufolge von demApostel Paulus zum Glauben bestimmt worden, der erste Bischof der Ge-meinde zu Athen gewesen sey. Ein anderer noch vorhandener Brief vonihm ist an die Gemeinde zu Nikomedia(Z) gerichtet; er bekämpft darin die
dm Leuten nur dann» zu thun, eine recht vollständige Ketzerliste zu haben, und sie freutensich, wenn sie so glücklich waren, einen Namen gefunden zu haben, den sie hineintragenkonnten. Stroth.
lt) Das heißt wohl durch die Briefe, welche den Typus von katholischen haben, d. h.von allen Christen beherzigt zu werden verdienen. Denn katholisch im eigentliche» Sinnesind die Briefe des Dionysius nicht, da sie nicht für einen wcitern Kreis von Lesern, son-dern für Gemeinden bestimmt sind.
l.2l Dieser athenische Bischof Ouadratus ist nicht mit dem der Zeit nach früher», und' 3, 37. und 4, 3. angeführten Apologeten OmadratuS zu verwechseln.
(3t Die Hauptstadt der kleinasiatischcn Landschaft Bithynien, in spätem Zeiten eineder größten und ansehnlichsten Städte des römischen Reiches, noch gegenwärtig unter demNamen Ls-Mid eine große und volkreiche Handelsstadt.