128 Am'ülinS. Jahr Christus 170. Soter.
„den sieben Sekten im Volke, wovon Simon ausging, von dem die Simv-„nianer Kleobis, von dem die Kleobianer und Dositheus, (1) von dem die„Dositheaner und Govthäus, vom dem die Gorthencr und MaSbothäer(2)„herkommen. Von diesen kommen her die Menandriancr, Marcionisten,„Karpokratianer, Valentinianer, Vasilidianer und Saturuitianer, welche„alle eine eigene, von den andern abweichende Lehre aufbrachten. Von„diesen kommen die falschen Christen, die falschen Propheten und die falschen„Apostel her, welche die Einheit der Kirche durch verderbliche Lehren gegen„Gott und seinen Ehristuö getrennt haben." Noch führt Hegestppus dieeinst bei den Inden entstandenen Sekten mit folgenden Worten an: „ES„waren aber verschiedene Lehrmeinnngen in der Beschneidung unter den„Söhnen Israel, die dem Stamm Inda (Z) und Christo entgegen waren:„nämlich die Essäer, (4) Galiläer, Hemervbaptisten , Masbothaer, Sama-
„In Kampf mit einander gekommen seycn. Es ist nicht zu übersehen, daß Klemens„von Alexandrien HStrom. 7, 17., Seite 898) dasselbe berichtet nnd daß die In-„dcnchristcn in Palästina zur Zeit des Epiphanias noch ganz dasselbe von dem Ent«„wicklungsgang ihrer Kirche erzählten. Was für Elemente waren es nun, die diese„Gährung in die stille christliche Gemeinde brachten ? Hcgcsippus sagt: A/aar- ös ynwMl„Aiäipopoi, en (i. c.) kn (denn — heißt es in der An-
„meriungZ. — Hegesippns will nicht alle 7uozz,«rSr«oopoodcr Inden aufzählen, svn-„dern nur die, welche in engerer Beziehung zu JudaS Stamm in Palästina und zu„Christus stehen. Vor lesen die meisten m.s«. , was keinen Sin» gibt. Man„lese «l, für h, wie bekannt, eine häufige Verwechslung s^l) rmu xar« rh?"'/LZo: xcek rüv «strae. 'Caaäeor :c. — H«prcr«roe. Inden, diesen
„Selten ungehörig, hatten zur Zeit des Jakobus, Bruder des Herrn, den„Glauben an Jesum den Messias angenommen und so allerlei fremdartige Stoffe in„die apostolische Lehre gebracht. Heges. bei Euscb. 2, 23. Istve? «n renn enw«
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„Lwicrrevircxu, vrecerrrv ö Diese waren es denn, welche zu
„Spmcons Zeit eine heimliche Gährung in die Gemeinde brachten. Heges. bei Euseb.„3, 32. «nö zchram renn x«r?^/c>oßc7l. rrne? rst
„Al^cvwcc 2vstLenn vi.ös'X'XoZircc crvnolpecnr^sbxe? vwv renn ceierecrxenn /. r. X."
(ls Nach dem allgemeinen Zeugnisse aller Schriftsteller, die von Dositheus reden, hater lange vor dieser Zeit, ja vor Christi Geburt, gelebt.
(2) Eine abgeschmackte, des Hegestppus vollkommen würdige Vorstellung, als wennkeiner von den Pharisäern, Sadducacrn w. aus dem Stamme Inda gewesen wäre. Willman diesem Ausdruck einen einigermaßen erträglichen Sinn geben, so muß man annehmen,daß der Verfasser den Ausdruck Stamm Juda als völlig gleichgcltcnd mit dem Ausdruckorthodoxe jüdische Kirche gebraucht, wiewohl die Pharisäer sich wohl nicht die Or-thodoxie würden haben absprechen lassen wollen. Stroth.
(3) Bei Niphors heißt es: „Gorthäus, daher die Gorthäancr und^ Masbothcus, daher„die Masbothcaner." Der Name Masbotheus scheint auch hier ausgelosten zu sehn. Senilerglaubt, daß es eine korrupte Schreibart eines hebräischen Wortes scp, indem aller Wahr-scheinlichkeit nach die Christen von den feindseligen Juden Maschbothim, Verl eher oderUc Vertreter des SabbatHS, genannt worden, weil sie anstatt des Sabbathtagesden Sonntag eingeführt. In einer Anmerkung zu Baumgartens Geschichte der Religions-parteien, Seite 270. Stroth.
(4) Justinus nennt in dem Gespräch mit Tryphon, Seite 307, die Sekten folgen-dermaßen: Sadducäer, Genisten, Mcristen, Galilä'cr, Hellcnianer, Pharisäer und Baptisten.Epiphanias nennt folgende: Schristgelehrte (man kann also auch aus unfern Doktoren derTheologie eine Sekte machen), Pharisäer, Sadducäer, Essäer, Nazaräcr, HcmcrooaptistenundHcrodianer. Andere machen noch mehrere nnd andere namhaft; aber eS verdrießt mich,mehrere Erfindungen müßiger und ketzcrbegierigcr Köpft abzuschreibe». Man sieht, es war