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Kirchengeschichte
Entstehung
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137
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M. Anrelius und L. Berus. I. Chr. 169 170. Soter. Z37

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Von Hegcsippus, und verschiedene Nachrichten, die er gibt.

HegesippuS hat in seinen fünf Büchern , die wir noch haben, ein voll-ständiges Denkmal seines Glanbens hinterlassen. Er erzählt uns darin,daß er auf einer Neise nach Rom mit sehr vielen Bischöfen sich besprochenund daß er bei allen die gleiche Lehre gefunden habe. Doch man mag vonihm selbst hören, was er, nachdem er Einiges über den Brief des Klemensan die Korinther bemerkt, sagt: «Die Gemeinde zu Korinth ist bei der wah-ren Lehre geblieben bis auf das bischöfliche Amt des PrisknS. Ich habe,«als ich nach Rom schiffte, mich mehrere Tage bei den Korinthern aufgehal-sten und Mich mit ihnen besprochen und wir haben uns wahrend derselben«mit einander über der reinen Lehre erfreut. In Rom angelangt, bin ich«daselbst bis auf Anicetus, dessen Diakonus Eleutherus war, geblieben.«Nach Anicetns überkam Soter den bischöflichen Stuhl und der Nachfolgerdieses war Eleutherus. In jeder bischöflichen Nachfolge aber und in jeg-licher Stadt verhält es sich so, wie das Gesetz, die Propheten und der Herr«predigen." Derselbe Hegcsippus erzählt auch die Anfänge der Ketzereien,welche zu seiner Zeit gewesen sind, also:Nachdem JakobuS der Gerechteaus derselben Ursache, wie der Herr, den Märtyrertod erlitten, so wurdeseiu Vetter, Symeon, der Sohn des Klopas, zum Bischof erwählt, wel-«chem als dem zweiten alle den Vorzug gaben, weil er der Vetter des Herrnwar. Deßwegen (1) nannten sie die Kirche eine Jungfrau, denn sie warnoch nicht durch falsche Lehren befleckt und entstellt. Der erste, der sie ver»derbte, war Thebuthis, (2) weil er nicht Bischof geworden war, einer aus

^ Eusebius hat hier den Tod des LuciuS Berus übergangen, den er in seiner Chronikin das Jahr 170 gesetzt hat, dagegen gedenkt er hier des Hcgestppus und der folgendenMänner noch etwas zu früh, da deren hier angeführte Schriften und Begebenheiten zumTheil erst in die Zeiten der folgenden römischen Bischöfe fallen.

(t) Daß hier kein rechter Zusammenhang stattfindet, wird hier nicht befremden, dades Hegcsippus übel zusammenhängendes Gewäsch, wie Stroth sich ausdrückt, schon ausden vorher aus ihm angeführten Stellen bekannt seyn wird.

(2) Credncr in seiner Einleitung in das neue Testament (zweiter Theil, Seite 619)hält Thebuthis nicht für den Namen eines Mannes (wogegen auch die Form streitet», son-dern für einen Kollektivbcgriff, bei welchem der Palästinenser Hegcsippus, vielleicht ausgutem Grunde, den palästincsischen Ausdruck beibehalten habe, und veraleicht damit daschaldaischc Tiupha und Tiuphata und ähnliche syrische Worte als das Entsprechende.Inbeiden Sprachen," fährt er sodann fort,werden tic Worte gebraucht von einer genügen«Reaktion immer im üblen Sinne. Daher Widerstand, Widerwille, besonders von dem«Widerwillen des Magens, daher vomitus und dann allgemein : Schm u H, Unrat h. Im«lctztcrn Sinn bezeichnet es ganz dasselbe, was wweXeräe? Ind. 12. und crwlXor xcrl«ztw/lor 2 Pctr. 2, 13. (vergleiche Hänlein zu Ind. 12.) die beide zu Bezeichnung«christlicher Irrlehren gebraucht sind. Hegcsippus kann folglich nur sagen wollen:«Der Auswurf, Anrath unter den Christen, habe darum, daß kein Mann seiner Partei«Bischof statt des Spmcon geworden sc»), die Eintracht und Ruhe gestört. Da aber,«Wie bekannt, Ehrgeiz, irrigerweise, ganz gewöhnlich als die Quelle der Ketzerei an-«gegeben wird, so werden wir in den Worten Hegcsipps nichts weiter sindcn, als«daß die Verschiedenartigen Elemente in der Gemeinde der palästincsischen Judcnchristcn«nach dem Tode des Jakobus, d. h. nach Jerusalems Zerstörung, in Gährung und