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Kirchengeschichte
Entstehung
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134
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13-1 M. Anrelius n. L. Berns. I. Ch. 168. Anicetus.»ihn abzuführen. Lucius erklärte, daß er ihm Dank h-efür wisse, denn, fügteer bei, auf diese Art werde er van derlei bösen Herren befreit und kommezu seinem guten Vater und König, zu Gott. ES kam noch ein dritterhinzu und wurde ebenfalls zur Strafe verurtheilt.« An diese Erzählungknüpft sodann JustinuS ganz passend die oben angeführten Worte au:Und auch ich erwarte Nachstellungen von Seiten eines der Genannten :c.

Achtzehntes Hau p tk ü ck.

Was für Schriften des Justinus auf uns gekommen.

JustinuS hat uns sehr viele lehrreicheDenkmähler eines gebildeten, mit derReligion viel sich beschäftigenden Geistes hinterlassen. Wir verweisen dieLernbegierigen darauf und begnügen uns, von denjenigen seiner Schnften,die uns bekannt geworden sind, bloß eine beiläufige Anzeige zu machen.Die erste nun ist eine an AntvninuS den Frommen, seine Söhne undden römischen Senat gerichtete Schrift für die Lehrsätze unseres Glaubens.Eine andere umfaßt seine zweite Schutzrcde für die christliche Religion undist an des erwähnten Kaisers gleichnamigen Nachfolger AntvninuS V ruS,dessen Zeiten wir jetzt vor uns haben, gerichtet. Eine dritte ist sein Buchwider die Griechen, worin er über die meisten zwischen uns und den grieclss,. scheu Philosophen aufgeworfenen Streitfragen weitläufig sich verbreitet undauch seine Meinung über das Wesen der Dämonen vorträgt, (1) welche ich. hieher zu setzen für unnöthig halte. Ueberdieß ist noch eine zweite Schrift

(1) Hievon findet sich gae Nichts in der genannten Schrift; dagegen trägt Justinusseine Meinung von de» Dämonen in der ersten oder eigentlich zweiten Apologie S. 4-tvor. Eusebius muß sich also entweder geirrt haben oder dieß Stück ist aus der Lollar-tatio !»I Krwcos verloren gegangen oder es ist daraus in die Apologie gekommen, wiedenn hier das Stück einigermaßen am unrcchtcn Ort zu stehen scheint. Doch ist mir daserste das wahrscheinlichste. Uebrigens sind hier die Worte des Eusebius, welche ich hie-her zu setzen für unnöthig halte, bedeutender, als man beim ersten Anblick denkt.Warum setzte er sie überhaupt hinzu? Es würde wohl ohnehin die Theorie des Justinusvon den Dämonen hier nicht erwartet seyn. - In diesem Ansatz liegt ein stummer undschonender Tadel; er wollte damit sagen, daß er die Meinung des Justinus mißbillige.Diese Feinheit und Behutsamkeit im Tadel solcher Männer und Sachen, die in allgemeinemAnsehen standen, ist dem Eusebius besonders eigen; und man muß darauf merken und insolchen Fällen allemal etwas suppliren, wenn man sich die wahre Meinung des Eusebiusnicht entwischen lassen will. Die oben gedachte Theorie des Justinus ist völlig gnostisch. Ersagt, Gott hätte die Menschen und alles, was unter dem Himmel wäre, der Aussicht derEngel unterworfen; diese Engel aber hätten ihre Instruktion überschritten, hätten sich biszur Vermischung mit Weibern herabgelassen und hätten mit ihnen Kinder gezeugt; unddieß wären die sogenannten Dämonen geworden. Hierauf hätten sie sich das übrigemenschliche Geschlecht zu leibeigen gemacht, theils durch magische Schriften, thcils durchFurcht und Strafen, theils durch Stiftung der Opfer, deren sie, nachdem sie einmal Skla-ven ibrer Leidenschaften geworden, bedürftig gewesen wären, und hienächst hätten sie unterden Menschen Mord und Krieg und Ehebruch, Unmäßigkeit und. alle Bosheit ausgesäct.Gerade aber, dieß, den Ursprung des Bösen in der Welt zu erklären, brachte die Gnostikcrauf ihre wunderlichen Grillen. Ferner fährt er fort, Gott, der ungezeugte und Vater allerDinge habe keinen Namen, denn er sch älter als alle Namen. Die Namen Vater, Gott,Schöpfer und Herrschen keine Namen, sondern nur Benennungen, die ihm seinerWerke und Wohlthaten wegen beigelegt würden u. s. w. Stroth.