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Kirchengeschichte
Entstehung
Seite
135
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M. Anvelius u. L. Vevus. I. LH. 16L. Anicetus. IISwide r die Griechen auf uns gekommen, welche erWiderlegn n g (1) be-titelt bat. Weiter ist noch eine Abhandlung von ihm vorhanden: Vonder einzigen, höchsten Herrschaft Gottes, (2) welche er nichtallein mit unfern heiligen Büchern, sondern auch milden Schriften derGriechen beweist; ferner ein Buch, betitelt: DerPsalter HZ) und einanderes: Anmerkungen über dieSeele, worin er verschiedene Unter-suchungen über die hieher gehörigen Aufgaben vorträgt und die Ansichtender griechischen Philosophen darüber anführt, auch in einer andern Schriftsie zu widerlegen und seine eigene Meinung darüber vorzutragen verspricht.Auch hat JustinnS ein Gespräch wider die Inden geschrieben, welches er inder Stadt Ephesns mit Tryphon, dem angesehensten Inden der damaligenZeit, gehalten hat. Er erzählt darin, auf welche Art die göttliche Gnadeihn zum christlichen Glauben gebracht, (ä) wie eifrig er sich früher mit derPhilosophie beschäftigt und wie leidenschaftlich er sich der Erforschung derWahrheit gewidmet habe. Er meldet auch in demselben Gespräche vonden Inden, daß sie Machinationen gegen die christliche Lehre angestellt habenund behauptet dieß nachdrücklich mit folgenden Worten Kgen Tryphon:Ihr habt aber nicht nur nicht Reue über eure Missethaten empfunden,sondern auch noch damals dazu auSersehene Abgeordnete von Jerusalemaus in die ganze Welt geschickt, welche sagen mußten, es sey eine gvttes-leugnende Sekte, die Christen, aufgetreten. Indem ihr aber das gegenuns vorbringt, was alle, die uns nicht kennen, wider uns sagen, so veran-laßt ihr dadurch nicht allein euch selbst, sondern überhaupt alle andernMenschen zu Ungerechtigkeiten." Ferner schreibt JnstinuS, daß die pro-phetischen Gaben noch bis zu seiner Zeit in der Kirche geleuchtet hatten.Auch erwähnt er der Offenbarung Johannis und sagt ausdrücklich, sie seyein Werk des Apostels. Ueberdieß führt er verschiedene prophetische Aus-sprüche an und macht dabei dem Tryphon den Vorwurf, daß die Indendiese aus der heiligen Schrift getilgt hätten. Außerdem Angeführten findensich auch noch sehr viele andere Ausarbeitungen des Justinuö bei vielenBrüdern. Die Schriften dieses Mannes wurden aber auch von den Altenfür so lesenswerth gehalten, daß JrenäuS verschiedene Stellen daraus an-führt. So schreibt er in seinem vierten Buche gegen die Sekten Folgendes:Und trefflich sagt JnstinuS in seiner Schrift gegen Marcion: ich würde

(t) Dicß ist wahrscheinlich dieselbe Schrift, welche unter dein Titel: Ermahnungan die Heiden, noch vorhanden ist.

(2) Diese Schrift ist uns besonders wegen der zahlreichen, darin angeführten Siestengriechischer Dichter, die theils verloren, theiiS noch übrig sind, schatzbar. Stroth.

(3) Diese Schrift des JustinnS ist nebst der folgenden und vielen andern seinerSchriften, die hin und wieder von den Alten genannt werden, verloren gegangen. Dagegenhaben wir bei seinen Werken eine Menge anderer, hier nicht genannter Schriften, die ihmoffenbar nicht gehören. Stroth.

(4) Man sehe den JustinnS S. 2t!) ff., wo er erzählt, .das; er an einem einsamenOrte einen Mann gefunden habe, der sich mit ihm in ein Gespräch eingelassen, anfangtichVerschiedenes von der Philosophie gesprochen und daraus ihm gerochen habe, sich nur derheilige» Schrift bekannt zu machen. Diesem Rath sey er gefolgt und dadurch er: Christgeworden. Stroth.