Trajanus. I. Chr. 08 (102 — 108). Klemens. V7der Sohn des Klopas, den wir als den zweiten Bischof der Gemeinde znJerusalem angeführt, (1) in derselben den Märtyrertod erlitten haben.Gewährsmann auch davon ist derselbe Hegcsippus, den ich schon früherbei verschiedenen Gelegenheiten angeführt habe. Dieser bemerkt in einerStelle, wo er von einigen Ketzern spricht, daß der erwähnte Symeon vondiesen damals angeklagt worden sey, daß er als ein Christ verschiedenar-tige Martern viele Tage lang ertragen, den Nichter und seine Leute in dashöchste Erstannen versetzt und endlich einen ähnlichen Tod, wie unserHerr, erlitten habe. Indessen ist es das Beste, wir hören die eigenen Wortedes Gcschichtschreibers. „Von diesen Ketzern klagten einige den Symeon,„den Sohn des Klopas, an, daß er ein Nachkomme Davids und ein Christ»sey. Und so wurde er ein Märtyrer in einem Alter von 120 Jahren, als»Trajanus Kaiser und Attikus Legat (2) war." Derselbe Schriftsteller er-zählt auch, daß, als damals die von königlichem Geschlecht unter den Indenaufgesucht wurden, seine Ankläger selbst als demselben angehörig wärenerfunden worden. Man dürste wohl auch nicht mit Unrecht diesen Symeonnoch für einen von denjenigen halten, welche den Herrn selbst gesehen undgehört haben, wobei die Länge seiner Lebenszeit und der Umstand, daß dieevangelische Geschichte der Maria, des Klopas Tochter, als dessen Sohnwir den Symeon oben angeführt haben, gedenkt, zum Beweise dienen moch-ten. Eben dieser Schriftsteller berichtet auch, daß noch andere von demGeschlechte eines von den sogenannten Brüdern unseres Erlösers, welcherJudas hicß, nach der oben erwähnten Ablegung ihres Zeugnisses (Z) fürden Glanben an Christus vor dem Kaiser Domitianus, bis auf die Regie-rung des Trajanus am Leben gewesen sind. DeS Hegesippns Worte sindfolgende: „Sie kamen also und standen der ganzen Kirche vor als Glau»„benszengen und Verwandte des Herrn. Und da die ganze Kirche eines»tiefen Friedens genoß, so blieben sie bis zur Zeit des Kaisers Trajanus,»bis der vorgenannte Symeon, ein Sohn des Klopas, des Oheims unseres»Herrn, von den Ketzern auf die gleiche Weise fälschlich angegeben und auch»eben deswegen vor dem Legaten Attikus angeklagt wurde. Symeon„wurde viele Tage lang gemartert und blieb standhaft bei seinem Glanben,«so daß sich der Legat und alle andern verwunderten, wie ein Greis von„120 Jahren dieß aushalten könne. Endlich wurde der Befehl gegeben, ihn„zu kreuzigen." Nach diesem setzt derselbe Geschichtschreiber, indem er dieVorfallenheiten der damaligen Zeit erzählt, noch hiezu, daß die Kirche (4)
(t) Mehr als einmal ergingen Verfolgungen über die Christen weniger von Seitender römischen Obrigkeiten, als von Seiten des Volks, welches eincsthcils die Christen alsGottesleugner und Verächter der vaterländischen Götter betrachtend, andernrhcils von Prie-stern, Handwerkern und andern, denen der Göttcrdienst Gewinn brachte, so wie von Goetcn,welche ihre Gaukeleien durch Christen blosgcstellt sahen, aufgereizt, sie zu Opfern seinerWuty machte.
(2) Nämlich in Syrien.
(ii) Oben, ehauptstück 20 dieses Buchs.
(4) Nach 4ft 22. sagt dieß Hegesippus eigentlich nur von der Kirche zu Jerusalem,nicht von der Kirche überhaupt.
Eusebius Kirchcngeschichtc. 7