i)6 Trajanus. I. Chr. 98. Klemens^sJ. Chr. 102 nach Hieronylnus).letzrern auf folgende Weise: „Denn auch in Asien ruhen große Lichter, welche„auferstehen werden am letzten Tage der Erscheinung des Herrn, an dem er„mit Herrlichkeit kommen und alle Heiligen aufsuchen wird, nämlich Phi-lippus, einer der zwölf Apostel, der in Hierapolis den Grabesschlummer„ruht, und zwei seiner Tochter, die als Jungfrauen alt geworden, so wie eine„dritte Tochter von ihm, die einen Wandel im heiligen Geiste geführt und„in Ephesns begraben liegt, sodann auch Johannes, der an der Brust des„Herrn gelegen, welcher war ein Priester desHerrn und das Stirnbandschild,,trug,(1) der Glanbenszenge und Lehrer. Dieser ruht zu Ephesns.« Soweit von dem Tode dieser Männer. Auch in dem so eben erwähnten Ge-spräche des Kajus äußert sich Proklns, gegen welchen die Untersuchung ge-richtet ist, in Uebereinsiimmnng mit dem Angeführten über den Tod desPhilippus und seine Töchter also: „Nach diesem waren in Hierapolis in„Asien vier Prophetinnen, die Töchter des Philippus. Ihr und ihres Na-psters Grab befindet noch sich daselbst." So weit dieser. Auch Lukas in derApostelgeschichte (2) gedenkt der Töchter des Philippus, welche sich mit ihremVater zu Cäsarea in Jndäa aufhielten und der Gabe der Weissagung ge-würdigt waren. Seine Worte kanten also: „Wir kamen nach Cäsarea und„gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den sieben„war (Z) und blieben bei ihm. Dieser hatte vier unverheirathete Töchter,„welche weissagten.« Nachdem wir nun alle zu unserer Kenntniß gelangtenNachrichten von den Aposteln, den apostolischen Zeiten und von den vonihnen hintcrlassenen heiligen Schriften, so wie von den widersprochenen,aber doch in den meisten Kirchen von vielen öffentlich gebrauchten und vonden völlig unechten und der apostolischen Nechlglänbigkeit widersprechendenin dem Bisherigen zusammengefaßt haben, so wollen wir in dem Verfolgeunserer Geschichte weiter fortschreiten.
Iweiuudd reißig st es Haupt stück.
Wie Spmeon, Bischof von Je'usalcm, den Märtprcrtod erlitten.
Nach Nero und Domilianus soll unter dem Kaiser, dessen Zeiten wirjetzt durchgehen, hin und wieder in einigen Städten, wo das Volk sichgegen sie erhob, (st) eine Verfolgung der Christen stattgefunden und Symeon,
- Trajanus. I. Chr. SS (102). Klemens (I. Chr. 103 nach der Chronik desEusebius). ^ >, , ,
(1> Was es mit dieser Pricstcrschaft und dem Bruftzchildc für eine Bcwandmß habe,läßt sich nicht angeben. Epiphanius sagt ein Gleiches von Jakobus. Augusti vermuthct,daß die christlichen Lehrer schon damals sich in ihrem Acußern ausgezeichnet haben.
(2) Apostclgcsch. 21, 8. 9.
(Z) Nämlich von den sieben Diakonen, die von den Aposteln nach Apostelgeschichte 6.erwählt wurden. Man muß hier merken, daß sowohl in diesem Kapitel, als vorher in derErzählung des Klemens, dieser Diakonus Philippus beständig mit dem Apostel gleichesNamens verwechselt wird. Von diesem letzter» hat man keine Nachricht, daß er Tochtergehabt habe, wohl aber von dem erster». Stroth.
(4) Im eilsten Hauptstück dieses Buchs.