Klaudius. Jahr Christus ^6.
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als er dieses schrieb, die ersten Herolde der evangelischen Lehre und die ur-sprünglich von den Aposteln angeordneten Gebrauche vor Angen gehabt habe,wird wohl Niemand in Zweifel ziehen.
Acht) ehntos Hauptstü ck.
Was für Schriften des Philo auf uns gekommen siiw.
Dieser Philo, fließend in seiner Darstellung, reich an Gedanken, hochund erhaben in seinen Untersuchungen über die heilige Schrift, hat man-nigfaltige und verschiedene Erklärungen über dieselbe aufgesetzt, indem erdie im ersten Buche Mösts enthaltenen Begebenheiten theils der Reihenfvlge ,und Ordnung nach durchgeht, nämlich in den Büchern, welche den Titel:Allegorien der heiligen Gesetze haben, theils verschiedene Kapitelder heiligen Schrift, welche Gegenstand der Untersuchung geworden, einzelnauseinandersetzt und Fragen aufwirft und ihre Auflösung erfolgen läßt;diese Schrift führt den Titel: Fragen und darauf sich beziehendeAuslosungen über daserste und z we i te B n ch M v siS. Ueber-dieß hat er Abhandlungen über verschiedene Gegenstände besonders ausge-arbeitet , z. B. zwei Bücher v o m Ackerba n und eben so viele von derTrunkenheit und noch mehrere andere mit verschiedenen, ihrem Inhalteentsprechenden Überschriften, als: Von dem, was ein nüchternerVerstand w ü nscht oder verabsche u t —VonderVer w irrn n gderSprachen — Von der Flucht und dem Wiederfinden —Von demUmgang mit den W iss enschaften — Von der Frage:WereinErbegvttlich erGüter sey? oder v o n d e r T h ei lu n gin gleiche und ungleiche Theile und sodann: Von den dreiTugenden, welche Moses mit andern beschreibt — ferner:Von denen, deren Namen verändert worden und warumsie verändert worden (in diesem Buche sagt er, er habe auch vonden beiden Testamenten, dem ersten und zweiten, geschrieben). Überdieshat man noch Schriften von ihm: Vom Auswandern — Von de mLeben des Weisen, de r d u r ch G ere ch tig k e it vervollkomm-net worden oder von ungeschriebenen Gesetzen, ferner: Vvuden Niesen und von der Unveränderlich keil Gottes unddas erste, zweite, dritte und vierte Buch von dem Satz, d aß na ch M o-ses die Träume von Gott geschickt würden. Dieß ist, wasvon seinen Erklärungen über das erste Buch Mösts auf uns gekommen ist.Ueber das zweite Buch Mösts kennen wir das erste, zweite, dritte, vierteund fünfte Buch der Fragen und Auflösungen, sodann nochfolgende weitere Schriften: —V o n der Stiftshütte — Von denzehn Geboten, so wie das erste, zweite, dritte und vierte Buch vonden Ha nptkapitelnderGesetzeimDetail betrachtet, sodann:Von den Opferthieren und von den Arten der Opfer —