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Kirchengeschichte
Entstehung
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49
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Klaudius. Jahr Christus hg. 49

nach dem Niedergang, indem er das Licht selbst, und das die Geisterbeseligende Wort, die Predigt vom Himmelreiche, den dortigen Leutenverkündigte.

Fünfzehntes Hanptstück.

Von dem Evangelium des Markus.

Als nun so das göttliche Wort unter den Abendländern sich niederge-lassen hatte, so erlosch alsbald die Macht des Simon mit diesem selbst undverschwand. Der Glanz der Religion dagegen erleuchtete so sehr den VerstandderZuhvrer des Petrus, daß sie weder an dem einmal Gehörten genug hatten,noch sich durch die ungeschriebene Lehre des göttlichen Wortes zufriedenstellen ließen, sondern unter vielfachen Aufforderungen den Markus, denBegleiter des Petrus, von dem das bekannte Evangelium ist, dringend baten,er möchte ihnen ein schriftliches Denkmal der ihnen mündlich vorgetragenenLehre hinterlassen, und auch nicht früher abließen, als bis sie ihn erweichthatten. Auf diese Art waren sie die Veranlassung des nach Markusgenannten Evangeliums. Nachdem Petrus durch eine Offenbarung desGeistes diesen Vorfall erfahren, soll er sich über die Wißbegierde der Leutegefreut und der Schrift seine Bestätigung zum Gebrauch in den Kirchenertheilt haben. Klemens liefert uns diese Erzählung in dem achten Bucheseiner Entwürfe. (1) Ihm stimmt Papms, Bischof von Hierapolis, (2)bei. Dieses Markus thut auch, wie man sagt, Petrus in seinem erstenBriefe, (Z) der von ihm zu Rom geschrieben seyn soll, Erwähnung (was erdadurch zu verstehen gebe, daß er diese Stadt figürlich Babylon (4) nenne),wenn er schreibt:Es grüßt euch die Gemeinde in Babylon und mein SohnMarkus."

Sechszehntes Hauptstück.

Wie zuerst Markus den Acgppticru die Lehre Christi gepredigt.

Dieser Markus soll nach Aegypten gereist seyn und daselbst zuerst dasEvangelium, welches er auch schriftlich verfaßt hatte, gepredigt, auch zuerstGemeinden in Alexandrien selbst gestiftet haben. So groß aber war daselbst

(1) Man sehe hievon unten 6, 14., aus welcher Stelle zugleich erhellt, daß das hierErzählte nicht, wie man schon oft glaubte, aus des Klemens Entwürfen entlehnt istdenn in diessm Falle würde Klemens sich selbst widersprechen sondern daß es die eigene,subjektive Ansicht des Eusebius ist, für welche er den Klemens und Paxias als Gewährs-männer glaubt anführen zu können. Die Stelle des Papias findet sich in unserer Geschichte3, 39. Irenaus im dritten Buche (die Stelle ist auch in unserer Geschichte 5, 8. anac-führt) scheint die Abfassung des Evangeliums Marci nach dem Kode des Petrus zu setzen'.

(2t Eine Stadt in der kleinasiatischen Landschaft Phrygien.

IN 1 Pctr. 5, 13.

(4) Dieß ist die gewöhnliche Meinung der Alten, allein Hug bemerkt mit Recht, daßeine solche figürliche Bezeichnung in einem Werke, dessen ganze Anlage symbolisch scy, sehrwohl angehe, hingegen i» der Unterschrift eines Briefes nur glaublich wäre, wenn arounsIwmiuu aoowsiai'um unter den Christen stattgehabt hätten.

Eusebius Kirchengcschichtc. ' 4