Einleitung
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den Namen unsers Erlösers Jesus Christus als die höchste Ehre. Deutlichund namentlich nennen aber anch die folgenden Propheten Christum vorherund bezeugen zugleich auch im Voraus die ihn von Seiten des jüdischenVolkes erwartenden Nachstellungen, so wie auch die künftige Berufung derHeiden durch ihn. So Jeremias, wenn er spricht: (1) „Christus, der Herr,„der uns beseelte, ist gefangen genommen in ihren Verderbnissein er, von dem„wir sagten, unter seinem Schatten wollen wir leben unter den Heiden."So David, wenn er in großer Noih ausruft: (2) „Warum toben die Heiden„und die Völker ersinnen Eitles? Die Könige der Erde stellen sich hin und„die Fürsten versammeln sich wider den Herrn und wider Christus," wozuer dann noch weiterhin in der Person Christi selbst die Worte fügt: „Der„Herr hat heute zu mir gesprochen: du bist mein Sohn, ich habe dich heute„gezeuget. Fordere von mir, so will ich dir die Heiden zu deinem Erbtheil„geben und die äußersten Enden der Welt zu deinem Besitzthnm.« Abernicht allein die mit der Hohenpriesterwürde Bekleideten, welche des Vorbildeswegen mit besonders dazu bereitetem Oele gesalbt wurden, wurden bei denHebräern mit dem Namen Christus beehrt, sondern auch die Könige, welchedie Propheten ebenfalls auf göttlichen Befehl salbten und gewissermaßenzu vorbildlichen Christus machten. Denn auch sie waren ein Vorbild derköniglichen Herrschermacht des einzigen und wahrhaften Christus, des gött-lichen Logos, des Allherrschcrs. Ja es wurden auch, wie wir wissen, sogareinige Propheten durch die Salbung Christi im Vorbild. Diese alle habenalso eine Beziehung auf den wahrhaftigen Christus, den göttlichen undhimmlischen Logos, welcher allein Hoherpricster der ganzen Welt, alleinKönig der gesummten Schöpfung und allein unter den Propheten der obersteProphet seines Vaters ist. Ein Beweis davon ist dieß, daß keiner vonallen, welche im Atterthum vorbildlich gesalbt wurden, weder unter denPriestern, noch unter den Königen, noch unter den Propheten eine so großeKraft göttlicher Tugend besessen hat, als unser Herr und Erlöser Jesus,der einzige und wahre Christus, an den Tag gelegt hat. Es hat wenigstenskeiner von ihnen, mag er auch bei den Seinigen in noch so vielen Zeitalternim höchsten Ansehen und in der höchsten Ehre gestanden haben, es je dahingebracht, daß seine Untergebenen nach seiner bildlichen Benennung Christuswaren Christen genannt worden. Keinem von ihnen ist von seinen Unter-gebenen die Ehre der Anbetung erwiesen worden, noch ist nach seinem Todederen Anhänglichkeit an ihn so groß gewesen, daß sie sogar mit Freuden fürden Gegenstand ihrer Verehrung in den Tod gegangen wären. Auch hatnie wegen eines von jenen unter allen Völkern des Erdbodens eine so großeBewegung stattgefunden. Denn die Kraft des Vorbildes war nicht imStands, unter denselben eine solche Wirkung hervorzubringen, wie dieMacht der Wahrheit, welche sich durch unser» Erlöser zeigte, welcher weder
(1) Klagt. 4, 20. Die im Griechischen dunkel und unrichtig lautende Stelle ist hiernach Stroth übersetzt.
(2) Psalm 2, 1. 2. 7. 8.