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Kirchengeschichte
Entstehung
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8
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8 Einleitung.

Erlöser Jesus Christus handeln, in eigenen Büchern gesammelt (t) unddas von ihnen Berichtete anderswo mit den vollständigsten Beweisen vorge-tragen habe, so wollen wir uns für jetzt mit dem hier Gesagten begnü-gen lassen.

Drittes Hauptstück.

Der Name Jesus und Christus selbst ist schon vormals bekannt und bei den gottbegci-stcrten Propheten i» Achtung gewesen.

Hier ist der rechte Ort, zu zeigen, daß auch der Name Jesu und derName Christus bei allen gottseligen Propheten in Ehren gehalten wordenist. Den Namen Christus hat zuerst Moses als einen höchst verehrungs-würdigen und herrlichen bekannt gemacht, da er die vorbildlichen Zeichender himmlischen Dinge und die mystischen Bilder anordnete, gemäß demBefehle Gottes, der an ihn erging: (2)Mache Alles nach dem Bilde, dasdir auf dem Berge gezeigt worden ist." Er gab nämlich dem HohenpriesterGottes den herrlichsten Namen, den nur ein Mensch haben konnte, nämlichden Namen Christus. (Z) Er legte demnach der hvhenpriesterlichen Würde,die nach seiner Ansicht über alle andern Ehrenvorzüge unter den Menschenerhaben war, Ehren und Ruhms halber den Namen Christi bei. So sehrwußte er, daß der Name Christi etwas Göttliches sey. Eben dieser Moseskannte auch den Namen Jesu durch den Geist Gottes sehr genau im Vorausund würdigte auch diesen eines ausgezeichneten Vorzuges. Er gab nämlichdiesen Namen, welcher vor ihm noch gar nicht unter den Menschen ansge-sprvchlm worden war, demjenigen zuerst altein, von dem er nach der figür-lichen Bedeutung dieses Namens wußte, daß er ihm nach seinem Tode imOberbefehl nachfolgen würde. Denn vorher hieß sein Nachfolger nichtJesus, sondern hatte einen andern Namen, den ihm seine Eltern gegebenhatten, nämlich den Namen Anse, Moses selbst aber nannte ihn Jesus undgab ihm mit diesem Namen ein Geschenk, das einen viel höhern Werthhatte, als alle königlichen Kronen. Er that aber dieß, weil Jesus, derSohn Nave(ü), das Vorbild nnsers Erlösers, darstellte, welcher alleinnach Moses und nach ded Vollendung des durch diesen eingeführten sinnbild-lichen Gottesdienstes sein Nachfolger durch Stiftung der wahren und reinenReligion war. Auf diese Art verlieh also Moses den beiden Männern,welche zu seiner Zeit an Tugend und Ruhm vor allem Volke hervorleuchteten,nämlich dem Hohenpriester und dem, der ihm im Hecrbefehl folgen sollte,

(1k Nämlich in dcm Beweis von der Wahrheit des Evangeliums.

(2) 2 B. Mos. 25, 40.

(3) Eusebius sieht hier auf die Stellen 3 B. Mos. 4, 5. 16. 6, 22., wo es imGriechischen allemal heißt: ö lxpxu? v der Hohepriester, der Gesalbte.

(4) Dieser Ramc kommt 4 B. Bios. 13, 9. vor. Hieronymus aber bemerkt zumersten Hauptstück des Propheten Moses, daß dieß ein Jrrthum in allen griechischen undlateinischen Abschristen des alten Testaments sey und daß es vielmehr Osee heißen müsse.