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lith- und bandkeramischen Elementen entstandenen Volkes wohnte zwei-felsohne auf den fruchtbaren Lößflächen des mittleren Elb- und des Saale-gebiets bis hinüber zum Harz und nach Ost-Hannover, von wo sie unterdem Druck der nördlichen Nachbarn und neuer Ankömmlinge nach dendem Ackerbau günstigen Lößlandschaften des Südens abzogen. Der Wegdurch das Münsterland nach dem Rhein und rheinaufwärts bis zum Ober-rhein scheint von geringerer Bedeutung gewesen zu sein als der durchdas Lahntal in das Neuwieder und durch die Wetterau in das MainzerBecken (Präh. Ztschr. V [1913], S. 419 f., mit Kärtchen der südwest-deutschen Stichkeramik S. 420, Abb. 35 [W. Bremer]) und von Thüringenan den oberen Main und an die Donau. Wir wollen uns nicht auf dieeinzelnen in Betracht kommenden Straßenzüge einlassen, noch wenigerauf deren Verästelung, wie sie die Funde bei Steeden an der Lahn, Vil-lingen am Vogelsberg, Estenfeld bei Würzburg, zahlreiche in Württem-berg und Bayern, bekunden, begnügen uns vielmehr mit Feststellungder Tatsache, daß diese Nordsüdbewegung bereits zum mindesten aufden drei genannten Hauptmarschlinien statthatte. Dasselbe gilt für dieSchnurkeramiker, deren Heimat Thüringen war, die aber alsJäger und Viehzüchter weniger Lößböden, als wildreiche Wälder undsaftige Viehtriften im Hügelland und an den Flußniederungen aufsuchtenund sich noch mehr als die ersteren längs der kleinen Waldtälchen zer-splitterten. Ihr Hauptzug ging nach den Fundstellen durch Kurhessenund die Wetterau nach dem Rheintal, aber auch durch den Vogelsbergund Unterfranken nach dem Main- und Neckargebiet, während die Rhein-straße keine Rolle spielte, außer für die Schnurzonenkeramik mit mega-lithischem Einschlag.
Dieselben Wege zogen aber auch die Leute der Bandkera-mik, Hinkelstein- und Spiralkeramik sowie des Plaidter-Wetter-auer Typus, und zwar sowohl in nordsüdlicher Richtung wie umgekehrt.Schon Q. Wolff hat bei der Behandlung neolithischer Brandgräber in derUmgebung von Frankfurt und Hanau mehrfach auf Parallelen der Göt-tinger Gegend hingewiesen, besonders auf die merkwürdigen Halsketten-anhänger, die jetzt auch bei Marburg zum Vorschein kamen (Präh.Ztschr. III [1911], S. 1 f., besonders S. 42 f., Germania I [1917],S. 182 f., Ztschr. d. Ver. f. hess. Gesch. u. Landeskunde 50 [1917],S. 230 f., Germania II 11918], S. 85 f.), und einen dahin führendenVölkerweg ins Auge gefaßt. Weitere Zwischenetappen sind beiKassel (Niederurf, Niedervellmar) und Hofgeismar 101 ) ermittelt, alsom der Richtung der Einmündung der Diemel in die Weser. Diemegalithkeramischen Funde der Umgebung von Fritzlar und Züschenverraten eine direkte Verbindung mit Westfalen, wohl über Winterberg-Brilon oder nordwestlich von Arolsen und Warburg vorbei, auf denKammrücken. Auch die schnurkeramischen Funde der Maderheide be-kunden jenen megalithischen Einschlag.