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1 (1921) Die vorrömische Zeit
Entstehung
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Am sagenumwobenen Felsenmeer — jener bizarren Naturschöpfung, diezu den merkwürdigsten Erscheinungen im romantischen Sauerland gehört— soll schon in heidnischer Zeit eine berühmte Waffenschmiede gewesensein. Unweit davon, in Balve, dem alten „Ballove“, soll auch Wieland derSchmied gehaust haben. Das Rasenerz wurde in Rennfeuern geläutert;Spuren solcher alten Erzbereitungsanlagen sind noch in den Tälern derHoenne und der Oese nachzuweisen.“ Und wie in Westfalen war es inNassau, auf dem schwäbischen Jura und anderwärts.

Chronologisch wird die Hallstattzeit in Süddeutschland nachP. Reineckes Vorgang gewöhnlich in folgende 4 Entwicklungsstufen ge-schieden 52 ):

A. der (jüngere) Urnenfeldertypus (HR, wobei die Anfängedieser Kultur von mir noch zur Bronzezeit gerechnet sind. Etwa 1000bis 800 v. Chr.

B. der Qündlinger Typus (H 2 ). Etwa 800—700 v. Chr.

C. der Salemer-Koberstadter Typus (H 3 ). Etwa 700bis 600 v. Chr.

D. die Späthallstattzeit (HR. Etwa 600—500 v. Chr.

Der Urnenfeldertypus entwickelte sich aus der oben ge-schilderten spätbronzezeitlichen Kultur mit Leichenbrand stetig weiter, imganzen Rheintal und an dessen Rändern bis Holland. Zunächst nur in derRheinebene selbst bis an das Siebengebirge und an den einmündendenTalweitungen ansässig, wird diese Bevölkerung durch die Träger derQündlinger Kultur immer weiter nach Norden an die Gebirgsränder undin die Seitentäler hinein gedrängt, konnte aber in diesen Sitzen ruhig bisin die Späthallstattzeit verbleiben und eifrig dem Ackerbau obliegen. Eskamen neue Wellen der ostalpinen Eroberer, die Stämme des Sale-mer-Albtypus und die der KoberstadterKultur und drücktenjene teilweise noch mehr zurück, wenn auch das Koberstadter Volk invielen Gegenden, wie im mittleren Neckartal und in der Wetterau, in jeneUrnenfelderleute aufging und von ihnen den Ackerbau und den Leichen-brand annahm, was in Nordbaden und in Hessen-Starkenburg weniger derFall ist. Während am Oberrhein die Qündlinger und Salemer Bevölkerungden Strom überschritt, das elsässische Land besetzte und durch die bur-gundische Pforte und das Meurthe-Moseltal in Südostfrankreich eindrang,beschränkte sich die Koberstadter im allgemeinen auf das rechte Rhein-ufer, das nördliche Württemberg und Baden, Hessen-Starkenburg und dieuntere Mainebene. Der Taunus und das Lahngebiet wie das Rheintalunterhalb Bingen und das mittlere Maintal blieben in ungestörtem Besitzjener älteren Ackerbauer. Nur an wenigen Punkten, wie bei Worms undMainz, wurde der Rhein von den Koberstadtern vorübergehend über-schritten. Sie scheinen das Neckar- und untere Maintal herabgekommenzu sein. Der Salemer Stamm hat sich zwischen Bodensee und Donautal