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1 (1921) Die vorrömische Zeit
Entstehung
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italische und schweizerische Schwerter und Dolche (Gaubickelheim,Rappoltsweiler, Rockenberg), Lanzen- und Pfeilspitzen (Ackenbach,Osterburken, Eibingen, Hochstadt, Homburg, Ockstadt), Helme (Wons-heim), in der Mehrzahl aber Beile, Messer, Sicheln, Gefäße und Schmuck,letzterer gelegentlich auch aus Gold. Von Westen ist namentlich feinererGoldschmuck ins Land gekommen, so in den Depotfunden von Trasse m(Abb. 26), Heidolsheim, Schifferstadt, während von Osten längs derDonau namentlich Rippen- und Ringbarren, Beile mit herzförmigem Aus-schnitt, z. T. aber dieselben Formen wie vom Rhonetal eindrangen. DieFortsetzung des südlichen Handelswegs ging vom Mainzer Becken ausdurch die Wetterau über Kassel nach Mittel- und Norddeutschland. Rhein-abwärts über Bingen hinaus sind südliche Bronzen nicht nur in Depots,sondern auch in Gräbern äußerst selten gefunden, aber auch der West-handel hat selbst das Neuwieder Becken nur schwach versorgt.

Was mag das Entgelt gewesen sein, das die Händler für ihre Warevon den Einheimischen erhielten? Außer den zerbrochenen Tausch-objekten waren es wohl Felle, Saum- und Zugtiere, Nahrungsmittel undim Norden Bernstein, das beliebte „Gold des Nordens“. In mehrerensüddeutschen Depotfunden wie bei Dossenheim, Pfeffingen und vielleichtauch Gambach sind Gegenstände norddeutschen Ursprungs vertreten(Hängebecken, tutulus, Plattenfibel), die als Belege dieses Handels nachdem Norden dienen können. Man darf sogar die Frage aufwerfen, obnicht nordische Händler selbst nach dem Süden kamen, wenn man an diehochentwickelte nordgermanische Bronzetechnik denkt, die nach G.Kossinnas Annahme nicht nur die schönverzierten Schwerter, Dolche,Brillenfibeln, sondern auch die prächtigen Goldschalen und anderen Gold-schmuck selbständig herstellte. Da das Rheingebiet indessen nur wenigevon diesen Erzeugnissen aufzuweisen hat, braucht die Frage hier nichtweiter erörtert zu werden, wohl aber die andere nach einer etwaigenselbständigen Metallindustrie in den Rheinlanden. Könnten auch die Guß-formen von Meckenheim in der Rheinpfalz für Lanzen- und Pfeilspitzen,Messer, Ringe, Scheiben, bei Wallerfangen und Lindenstruth für Lappen-beile u. a. vom Nachlaß wandernder Erzarbeiter herrühren, so sprechengewisse regionale Eigentümlichkeiten der Formen, die sich namentlich imVerlauf der jüngeren und jüngsten Bronzezeit ausgebildet haben, ebensowie die in Graburnen gefundenen Totenbeigaben für ortsansässige Bronze-gießer. Beispielsweise ist im Urnenfeld von Cobern eine Gußform für2 Messer, bei Besigheim eine für 3 Pfeile gefunden worden (vgl. auch denGrabfund von Mosersberg bei Butzow im Westhavelland). Auch in An-siedlungen liegen solche Beweise ortsansässiger Bronzeindustrie vor, sobei Aufstetten in Franken und sehr zahlreiche in den Pfahlbauten derSchweiz wie des Bodensees.

Aber nicht nur die Richtungen des Handels im allgemeinen, sondernauch die von den Händlern im einzelnen eingeschlagenen Wege lassen