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Chronik der Familie Johann Jakob Langen in Köln : auf Grund handschriftlicher Aufzeichnungen, der Kirchenbücher der evangelischen Gemeinden Marienberghausen, Mühlheim am Rhein und Bergisch-Gladbach sowie persönicher Mitteilungen im Frühjahre 1899
Entstehung
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Am 8. September wurde sein goldenes Amtsjubiläum sowohl in der Schule, als auch in der Kirche»durch die kräftige Anordnung und Leitung des hochehrwürdigen Pastor und Schul-pflegcr Diepenbeck zu Velbert mit Genehmigung der hochlöblichen Regierung zu Düssel-dorl« in feierlicher Weise begangen. Eine ausführliche Beschreibung dieses Festes wurde durch dieZeitschrift 'Hermann«, Heft 81 und folgende des Jahrganges 1829, veröffentlicht; eine vom Jubilareigenhändig angefertigte Abschrift davon ist noch vorhanden. Die Orgel hätte ihm seine Gemeinde,die ihm sehr zugethan war, beim Scheiden gerne abgekauft, allein Pastor Dressel wusste solches zuhintertreiben, und so nahm Jakob sie mit und verkaufte sie später an eine kleine Gemeinde in derNähe von Iserlohn.

Gleich nach dem Feste siedelte der Jubilar mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern Klaraund Christina nach dem Mangenberg bei Solingen über und bezog dort das Nebenhaus der derzeitigenWohnung seines Sohnes Jakob, um in dessen Nähe den Lebensabend in wohlverdienter Ruhe zu verbringen.

Am 4. August bezw. 1. September 1830 starben die beiden Töchter nach kurzer Krankheit anNervenfieber.

Am 10. Hai 1831 bezog sein Sohn Johann Jakob Langen mit seiner Familie die von HerrnJoost für ihn am Weyersberg in Solingen neu erbaute Wohnung. Die betagten Eltern folgten ihmdorthin, ebenso bei der am 21. November 1832 erfolgten Uebersiedelung nach Köln in das HausSeverinstrasse 57.

Nach der Niederlegung seines Amtes beschäftigte der alte Herr sich mit Erteilung von Klavier-und anderen Uuterrichtstunden an seino Enkel; später in Köln begleitete er seinen Sohn Jakob zumKontor, wo er die ganze Korrespondenz ins Kopierbuch abschrieb. Diese Beschäftigung erhielt ihnfrischen Geistes, indem er sich ihr trotz deren Einförmigkeit mit grossem Interesse bis an seinLebensende widmete.

Am 4. Oktober 1841 hatte der Urgrossvater die Freude, im Kreise seiner Kinder und Enkeldas seltene Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. Bald nachher, am 14. Februar 1842 wurde ihmseine treue Lebensgefährtin infolge von A ltorschwäche, durch den Tod entrissen. Er selbst verschiedim 87. Lebensjahre am zweiten Weihnachtstage des Jahres 1844 und hinterliess zwei Söhne, JohannJakob und Karl Wilhelm, sowie eine Tochter Maria Henriette Katliarine.

In dem von seinem Vater geführten Tagebuch schreibt der ältere Sohn Johann Jakob, dieeinzige Aufzeichnung, welche dieser darin gemacht hat:

»1844 den 26. Dezember gefiel es dem Allmächtigen unseren theuren Vater und GrossvaterJohann Jakob Langen im 87. Jahre seines Lebens an Altersschwäche durch einen sanftenTod zu Sich in die Wohnungen des ewigen Friedens zu nehmen. Er lebte in Gott, wirktedurch Beispiel und Belehrung segnend auf alle seine Umgebungen, starb in ruhiger Ergebenheitals ein gläubiger Christ, und alle die ihm im Leben näher gestanden, werden gerne ihm einliebendes Andenken bewahren.«