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dauerten noch zehn Jahre lang fort.*) Die schroffe Art undWeise, wie er diesem treuen Verwalter jede Belohnung wei-gerte, spricht nicht, gerade für den ritterlichen Sinn des Mannes.
Und doch war damals die Metamorphose der bürgerlichenMötteli in die Edeln vom Rappenstein bereits endgültig durch-geführt.
Nachweisbar vor Abscbluss des Lindauer Handels, wohlgleich nach dem Tode des Vaters, hatte Jakob den früherverschmähten Zunamen seiner Roggwil'schen Vettern, zugleichmit dem Junkertitel angenommen. 2 ) Auch seine bejahrteSchwester schreibt sich seit jenen Tagen: „Ursula vomRappenstain, die man nempt Möttelin, fryin von der Hohen-sagx." 3 )
Die Kaufherren des Hauses Mötteli waren mit Lütfriedund Rudolf dem Aelteren ins Grab gestiegen; die neue Ge-neration fand die Handelschaft unvereinbar mit dem Bestreben,ihre bürgerliche Herkunft vergessen zu machen, ■— spurlosverschwinden die langjährigen Beziehungen zu Spanien. Esist nicht unwahrscheinlich, dass der seit Ende des fünf-zehnten Jahrhunderts nachweisbare und erst tief im sieb-zehnten Jahrhundert aufhörende merkantile Verkehr der St.
') Vollmachtsbrief Jakobs für lvonrad Appenzeller den Jüngern, ihnauf dem Rechtstage wider Rudolf von Rappenstein gen. Mötteli zuSulzberg zu vertreten. Datum „züPhin an sanndt Polayen tag" (28. August)1498. Stdt.-A. St. Gallen Tr. T. No. 15. Vollmacht für denselben seinen„schriber" im Prozesse gegen Gallus Kapfmann, Unterburgermeister zu St.Gallen v. Datum: „Mitwoch vor des hl. Crutz tag Exaltacionis (12. Sept.)1498. Klage ICapfmanns und Gegenrede Möttelis. Orig. Pap. St.-A. St. GallenTr. T. No. 13 i und h. Jakob Mötteli veräusserte später den grösstenTeilseines Grundbesitzes, den er von Lütfried ererbt. 1495, Zinstag nach Oth-mar (17. November) verkaufte er dem Nikiaus Schittli den Wald im Ober-loh am Rotmonten. Spital-Arch. St. Gallen D. 20,6, Näf II S. 264. 1503verkaufte er das „Bürglein" am Brühl. Vergl. oben S. 61 Anm. 2.
2 ) Zuerst wird er von seinem Neffen Ulrich von Ilohensax im Fehde-brief an Lindau vom Freitag nach Franziskustag' (?) 1485 „Junker Jakobvom Rapenstein, gen. Mötelin" geheissen.
s ) So am Samstag vor Lorenzentag (7. August) 1484. Stdt.-A. KonstanzMissivenbuch 1483—85 S. 47 b. Dagegen noch am Montag vor St. Ulrich(1. Juli) 1482 Ursula Mötteli, Fryin von Sagx. 1. c. Miss.-Buch 1481—82S. 85. Ursula vom Rappenstein, Freiin zu Sax lebte noch am Samstag nachSt. Bartholomäus (29. August) 1500. Zinsbrief Stdt.-A. St. Gallen. Bürg-,1er Arch. Nr. 106.