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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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aufgehetzt und unterstützt durch die Appenzeller, bei Nachtund Nebel in Möttelis Herrschaften eingefallen und hatten einigeseiner Leute ergriffen und mit sich weggeführt. Die St. Gallerforderten nun entschieden die Loslassung dieser armen Leuteund thaten im Namen ihres Bürgers und Rechtsfreundes einenneuen Rechtsvorschlag auf Ahl Ulrich von St. Gallen oder denFreiherrn Petermann von Raron.*)

Sie verklagten auf der Tagsatzung im Juni die Appen-zeller, und die Eidgenossen mahnten diese, unverzüglich einesder Rechtbote aufzunehmen. Die Appenzeller kamen aberdieser Aufforderung nicht nach, obwohl die St. Galler im gutenVertrauen auf die Wirkung der eidgenössischen Mahnung bereitsdie Tagsatzung um Absendung eines Gesandten auf den kom-menden Rechtstag gebeten hatten. 2 )

Sie vollführten im Gegenteil einen neuen Gewaltstreich;*

zum zweiten Male brachen sie in Möttelis Gebiet ein und triebendessen Angehörigen das Vieh weg. Am Freitag vor Katharina-Tag 1471 baten die zu Luzern versammelten Tagherren miteindringlichen Worten die Appenzeller um Rückgabe des Raubesund versprachen dagegen nach Kräften dahin zu wirken, dassder Anlassbrief ausgestellt würde und Uri sich des Rechtenbelade. 3 )

Dass den St. Gallern nun endlich die Geduld vergangenwar, ist recht begreiflich. Die Appenzeller suchten nun aberden Schein zu erwecken, als ob die bisherige Verzögerung desSpruches lediglich die Schuld der St. Galler gewesen wäre.

') Schreiben St. Gallens (an Altstetten) v. 3. Mai „vf des heiligen Cruztag im Maien" 1471. Konzept Stcit.-A. St. Gallen Tr. T. No. 12. Zwei Tagehernach sendet St. Gallen einen Boten (nach Altstetten), um die Beschlüssedes grossen Rates, der sich daselbst versammelte, entgegenzunehmen. —„vff Sonnentag nach des hailigen Grütztag." Konzept eines Schreibens (anAltstetten) l. c. — Dass es sich um Altstetten handelt, geht aus dem Schrei-ben v. 1. Juli (vgl. d. folg. Anm.) deutlich hervor.

2 ) Absch. Baden 0. bis 19. Juni 1471. Amtl. Sammlung II, S. 421.No. 674 h. Schreiben St. Gallens an die Tagsatzung zu Luzern vom „Mentagnach Petri und Pauli" (1. Juli) 1471. —• Konzept Stdt.-A. St. Gallen Tr. T.No. 12.

3 ) 22. Nov.; gleichz. Kopie Stdt.-A. St. Gallen Tr. T. No. 12. AchtOchsen und sechs Kühe hatten die Appenzeller geraubt.